Auf Medaillen-Jagd:

Kanuten bitten zum Familien-Treffen

Einmal im Jahr lädt der Kanu-Verband Nachwuchs und Elite zur gemeinsamen Meisterschaft ein. Ab kommenden Dienstag  geht es dann in Hamburg um Gold, Silber und Bronze.

Arne Pflugradt (vorn) und die anderen Kanuten des SC Neubrandenburg haben sich intensiv auf die Meisterschaften in Hamburg vorbereitet.
Heiko Brosin Arne Pflugradt (vorn) und die anderen Kanuten des SC Neubrandenburg haben sich intensiv auf die Meisterschaften in Hamburg vorbereitet.

Mit mehreren Medaillenhoffnungen reisen am Sonntag 35 Kanuten vom SC Neubrandenburg nach Hamburg, wo am kommenden Dienstag die 93. Deutsche Kanu-Rennsport-Meisterschaft und die 3. Deutschen Para-Kanu- Meisterschaft beginnen. Bis kurz vor ihrer Abreise in die Hansestadt haben sich die SCN-Athleten, die von Trainern und Betreuern begleitet werden, auf dem Oberbach in Neubrandenburg sowie im Kraftraum intensiv auf ihre Rennen vorbereitet.

119 Meistertitel gibt's

Neben den Weltklasse-Sportlern vom Kanu-Eliteteam Martin Hollstein, Paul Mittelstedt, Maximilian Zenker, Erik Rebstock und Gordan Harbrecht wollen sich auch Nachwuchskanuten wie Justus Landt, Nils Globke, Tobias Schulz, Paul Schmidt, Fiete Schäfer, Josie Landt oder Leonie Dähn auf der Regattabahn auf der Dove-Elbe in Hamburg-Allermöhe bestmöglich in Szene setzen. Um die insgesamt 119 zu vergebenen Meistertitel kämpfen rund 1500 Kajak- und Canadierfahrer aus 127 Vereinen. Faszinierend für die Neubrandenburger Sportler ist dabei das gemeinsame Aufeinandertreffen von Olympiasiegern, Weltmeistern und erfolgreichen Nachwuchssportlern.

Tina Schmidt, Kanu-Trainerin der Landesauswahl Schüler, rechnet bei ihren zwölf- bis 14-jährigen Schützlingen insbesondere im Kanu-Mehrkampf mit der einen oder anderen Medaille. Dieser besteht aus den Teildisziplinen Paddeln (100 m und 2000 m), 1500m-Laufen sowie zwei athletischen Übungen (Druckwurf mit einem Medizinball an die Wand und mit gestreckten Armen vorwärts). Jedes Teil-Ergebnis wird dabei unterschiedlich gewichtet beziehungsweise gewertet. Im vergangenen Jahr waren die SCN-Kanuten mit je zwei Gold-und Silbermedaillen sowie elf Bronzeplaketten an den Tollensesee zurückgekehrt.

Rebstock und Mittelstedt wollen Achtungszeichen setzen

Nachdem die deutschen Elite-Kanuten zuletzt bei den Welttitelkämpfen in Moskau mit eher mäßigem Erfolg abgeschnitten hatten, dürften die Titelkämpfe auch dazu geeigent sein, sich für die kommende Saison in die Notizbücher der Auswahltrainer zu fahren. Die Neubrandenburger Asse Erik Rebstock und Paul Mittelstedt – die in Hamburg auch einen nötigen Test für die Sportförderung  der Bundespolizei ablegen – hatten aus unterschiedlichen Gründen die Auswahl-Boote verpasst. In Hamburg wollen beide ein deutliches Achtungszeichen setzen. „Bei beiden sieht es sehr gut aus. Ihre Leistungen zuletzt im Training waren in Ordnung“, schätzt Trainer Jürgen Lickfett ein. Für Gordan Harbrecht geht es in Hamburg nur um einen Einsatz im Neubrandenburger Vierer. Der Maschinenbau-Student hatte zuletzt weniger trainiert. Am Mittwoch hat er seine letzte Prüfung erfolgreich absolviert. Die Meisterschaft ist also auch für ihn eine kleine Feierstunde.

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