Mit Erfahrung gegen den Abstiegskampf :

Karsten Baumann übernimmt Trainerposten in Rostock

Karsten Baumann soll Hansa Rostock vor dem Abstieg retten. Der 45-Jährige hat am Dienstag die Nachfolge des zwei Tage zuvor beurlaubten Peter Vollmann angetreten. Auf den einstigen Bundesliga-Profi wartet eine Herkulesaufgabe.

Mit Mut und Entschlossenheit: Karsten Baumann will gegen den Abstieg kämpfen.
Archiv Karsten Baumann will den FC Hansa Rostock vor dem Abstieg bewahren.

Karsten Baumann soll den krisengeschüttelten FC Hansa Rostock vor dem Absturz in die Viertklassigkeit bewahren. Der 45 Jahre alte frühere Bundesliga-Profi trat am Dienstag die Nachfolge des am Sonntag beurlaubten Cheftrainers Peter Vollmann an. "Trotz der aktuell schwierigen sportlichen Lage ist der Trainerposten beim FC Hansa eine Aufgabe, die mich sofort gereizt hat", sagte Baumann am Dienstag bei seiner Vorstellung beim Fußball-Drittligisten in Rostock. Jeder müsse sich der Bedeutung der Aufgabe bewusst sein, alles für den Klassenerhalt des FC Hansa zu geben.

Der gebürtige Oldenburger erhält einen Vertrag bis zum Saisonende und leitete bereits am Dienstag das erste Mal das Training an seiner neuen Wirkungsstätte. "Für mich geht es jetzt vor allem darum, die Mannschaft schnell kennenzulernen, um dann gemeinsam mit ihr die nötige Stabilität in die Leistungen auf dem Platz zu bekommen", sagte Baumann. Die erste Dienstreise mit seinem neuen Verein führt ihn am kommenden Samstag ausgerechnet nach Erfurt, wo er bei Rot-Weiß zwischen 2008 und 2009 als Trainer tätig war.

Schon als Spieler kannte sich Baumann gut mit Verteidigung aus

Baumanns Trainer-Erfahrung aus der 2. und 3. Liga war ein Hauptgrund für seine Verpflichtung. "Zudem hat er auch schon erfolgreich in schwierigen Situationen im Abstiegskampf gearbeitet", sagte Hansas Sportdirektor Uwe Klein, selbst erst seit Mitte November im Amt.

Der einstige Verteidiger, der für den 1. FC Köln und Borussia Dortmund 261 Spiele in der höchsten deutschen Spielklasse bestritt, ist in Rostock bereits der zwölfte Übungsleiter in den vergangenen fünf Jahren. Die Rostocker haben unter Vollmann in 20 Spielen nur viermal gewonnen und stehen auf einem Abstiegsplatz und damit so tief unten wie nie in 59 Jahren Vereinsgeschichte. Die Mannschaft ist tief verunsichert. Die Neuzugänge erwiesen sich zumeist als Fehlgriffe. Zudem hat Hansa eine ganze Reihe Langzeitverletzter, die frühestens nach der Winterpause wieder zur Verfügung stehen.

Umfassend nachrüsten kann Baumann nicht. Dafür fehlen dem permanent von der Insolvenz bedrohten einstigen Vorzeigeclub die finanziellen Mittel.

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