3. Liga:

Keine fröhliche Weihnacht: Hansa-Fans haben die Nase voll

Rostock kann auch unter dem neuen Trainer Baumann nicht gewinnen. Nach der fünften Niederlage nacheinander überwintert der Drittligist auf einem Abstiegsplatz. Die Sorge um den Verein treibt die Anhänger auf die Barrikaden.

Die Polizei musste den Eingangsbereich des Stadions vor aufgebrachten Fans schützen.
Matthias Hermann Die Polizei musste den Eingangsbereich des Stadions vor aufgebrachten Fans schützen.

Frohes Fest geht anders. Ganz anders. Dem FC Hansa Rostock stehen die traurigsten Weihnachten im 50. Jahr seiner Vereinsgeschichte bevor. Der einstmals stolze Bundesligist rast nach einer katastrophalen Hinrunde der Viertklassigkeit entgegen und hat zudem nach wie vor permanent das Gespenst der Insolvenz im Nacken. Die Angst davor treibt auch die Anhängerschaft des Fußball-Drittligisten einmal mehr auf die Barrikaden.

Wenn es noch eines Beweises für die dramatische Lage bedurft hätte, lieferte den die nach zahlreichen Verletzungen und Sperren dezimierte Truppe am Samstag im Nordderby gegen Holstein Kiel ab. Die Mecklenburger kassierten vor 6000 entsetzten Zuschauern im zweiten Spiel unter ihrem neuen Trainer Karsten Baumann in der heimischen DKB-Arena ein 0:4 (0:1) im Nordderby gegen Holstein Kiel und gehen nach fünf Pleiten in Serie als Tabellen-Vorletzter in die Winterpause. „Das haben wir uns anders vorgestellt. So kann man nicht bestehen in der 3. Liga“, sagte Baumann nach dem verpatzten Heimdebüt.

Das neuerliche Desaster - Hansa hat 2014 lediglich zwei Heimspiele gewonnen - brachte das Fass zum Überlaufen. Nach dem Abpfiff machten aufgebrachte Anhänger ihrem Unmut über die desolate Leistung ihrer Mannschaft Luft. Zahlreiche Fans durchbrachen ein Tor zum Eingangsbereich der Rostocker DKB-Arena, konnten von den Einsatzkräften der Polizei vom Eindringen in das Geschäftsgebäude des Stadions aber abgehalten werden. Zum Glück wurde niemand verletzt.

In der Folge stellten sich Mannschaft und Trainerstab des FC Hansa den wütenden Fans und diskutierten mit ihnen die prekäre Situation. „Bei allem Verständnis für den Unmut dürfen keine Grenzen überschritten werden. Wir appellieren noch einmal an alle Fans auch in diesen für den Verein schweren Zeiten, trotzdem Vernunft an den Tag zu legen“, sagte Rainer Friedrich, Hansa-Vorstand Stadionmanagement und Prävention, in einer Pressemitteilung des Vereins.

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