Hansa feiert 50. Geburtstag:

Keine Party auf der Kogge, aber Land in Sicht

Hansa Rostock wird heute 50 Jahre alt. Eine Feier gibt es nicht. Zu schwer lastet die Vergangenheit auf dem angeschlagenen Traditionsverein. Aber es gibt Hoffnung. Die DFB-Auflagen sind erfüllt und die Ausgliederung der Profi-Abteilung steht bevor.

Trotz aller Wellentäler, die die Hansa-Kogge in den letzten Jahren durchschiffen musste - die Fans halten zum Rostocker Verein.
Heiko Brosin Trotz aller Wellentäler, die die Hansa-Kogge in den letzten Jahren durchschiffen musste - die Fans halten zum Rostocker Verein.

Der FC Hansa Rostock wird an diesem Montag 50 Jahre alt, aber die Sektschalen bleiben in den Vereinsvitrinen und das große Defilee aus. Aus gutem Grund. Die Lage bei Mecklenburg-Vorpommerns einstigem Vorzeigeverein ist durch den sportlichen Existenzkampf in der 3. Liga und immense finanzielle Sorgen immer noch so angespannt wie nie in der traditionsreichen Geschichte, die mit dem Umzug der BSG Empor Lauter aus Sachsen an die Ostsee 1954 ihren Ursprung hat.

Doch es scheint Land in Sicht. Anders als in den vergangen Jahren hat der Club dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bereits einen Monat vor Ende der am 22. Januar 2016 ablaufenden Frist nachgewiesen, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bis zum Saisonende gesichert ist. „Der positive und vor allem vorzeitige Bescheid freut uns und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Hansa-Vorstand für Finanzen und Verwaltung, Christian Hüneburg.

Hansa hatte nach eigenen Angaben im Nachlizenzierungsverfahren eine Liquiditätslücke in Höhe von rund 455 000 Euro zu schließen. Dies ist unter anderem mit dem Anfang Dezember beschlossenen Sanierungskonzept gelungen, das innerhalb eines Jahres Einsparungen von über einer Million Euro zur Folge haben soll. Ein schmerzlicher Effekt: Im Zuge der Sparmaßnahmen wurden zehn Personalstellen abgebaut. 

Ein weiterer Meilenstein der Zukunftssicherung des über Jahre von der Insolvenz bedrohten Vereins ist für den 17. Januar 2016 gesetzt. Dann sollen die Mitglieder auf einer außerordentlichen Versammlung über die Ausgliederung der Profisparte entscheiden. Sie soll künftig von einer Spielbetriebsgesellschaft „F.C. Hansa Rostock GmbH & Co. KGaA“ geführt werden, an der der neue strategische Partner Rolf Elgeti mit dem Kauf der Stadionkredite Anteile erwarb. 

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