Derby gegen Fortuna :

Loitzer Handballern gelingt der Befreiungsschlag

Die HSV-Spieler tankten mit dem Erfolg im prestigeträchtigen Nachbarschaftsduell kräftig Selbstvertrauen für den Abstiegskampf. Die Neubrandenburger rutschten nach der dritten Pleite in Folge ins Niemandsland der Tabelle ab.

HSV-Spieler Dawid Nowomiejski (links) hat sich hier durch die Fortuna-Abwehr getankt.
Jens Schroeder HSV-Spieler Dawid Nowomiejski (links) hat sich hier durch die Fortuna-Abwehr getankt.

Grenzenloser Jubel auf und am Spielfeld, Partystimmung in der Kabine – die Handballer vom HSV Peenetal Loitz können doch noch gewinnen, und tun dies ausgerechnet im prestigeträchtigen Derby gegen den SV Fortuna ’50 Neubrandenburg. „Ein super Gefühl, in einer vollen Halle bei so einer geilen Stimmung den Sieg zu holen, danke an die Fans. Für unser Selbstvertrauen ist dieser Erfolg Gold wert“, freute sich HSV-Trainer Alex Einweg nach dem 26:20 (12:12)-Coup seiner Männer.

Nur eine Sekunde später geht sein Blick aber schon wieder voraus – nur keine lähmende Zufriedenheit aufkommen lassen. „Wir müssen gegen Lübbenau nachlegen. Das ist ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf, da dürfen wir nichts verschenken.“

Katerstimmung bei den Fortunen

Schlüssel zum Erfolg gegen Neubrandenburg war die Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit. Vor allem der Mittelblock mit Robert Schulz und Sven Präkels packte zu, beide trieben die Fortuna-Angreifer zur Verzweiflung. Loitz setzte sich zwischenzeitlich bis auf acht Tore Vorsprung ab, und hatte den dritten Saisonsieg früh in der Tasche. Bei den Fortunen herrschte dagegen Tristesse. Dritte Niederlage in Folge: Anstatt sich unter den Top-Drei der Liga festzusetzen, rutschte das Team ins Tabellen-Mittelfeld ab. „Irgendwie schleppen wir noch so eine Winterschwere mit uns herum. Wir kommen schwer ins Spiel, die Abläufe funktionieren nicht, es ist eine schwierige Situation für uns“, sagte anschließend Rückraumspieler Marcus Deutsch.

Die Neubrandenburger Spieler lieferten in der Offensive eine noch schwächere Leistung als bei der Heim-Niederlage zuletzt gegen Grünheide ab. 37 Prozent Angriffseffektivität – das ist für die Fortunen Saison-Negativrekord! Am kommenden Sonnabend haben sie die große Chance, den Abwärtsstrudel zu stoppen, dann ist der Tabellenletzte SV Warnemünde zu Gast in der Sporthalle an der Hochschule.

HSV Loitz: Borchardt, Fornal – Nowomiejski (3), Lemcke (3), Schramm, Hagemeier (5), Galus, Romeikat (3), Pieper, Schulz, Schumacher (5/4), Schwerin (6), Präkels (1)

Fortuna: Hoefs, Masalma – Brünner (1), Deutsch (6), Ehlers (1), Gutjahr (2), Killiches, Klepp (4/1), Langschwager, Pastor (3), Stolt (3), Taulin