Nach Pleite im Kellerduell:

Luft für TSG-Trainer wird ganz dünn

Das Auswärtsspiel in Auerbach war für die Neustrelitzer Regionalliga-Kicker ein Sechs-Punkte-Spiel. Am Ende standen die Mecklenburger erneut mit leeren Händen da. Ist nun für Coach Torsten Gütschow Schluss im Parkstadion?

Unter Druck: TSG-Trainer Torsten Gütschow.
Matthias Schütt Unter Druck: TSG-Trainer Torsten Gütschow.

Außer Spesen nix gewesen. Ohne Punkte kehrte Fußball-Regionalligist TSG Neustrelitz vom Kellerduell beim VfB Auerbach heim. Gegen die Vogtländer verlor die TSG-Truppe von Coach Torsten Gütschow das wichtige „Sechs-Punkte-Spiel“ mit 1:2 (0:1) und steckt damit weiter tief im Abstiegskampf drin. „Wie man das Spiel verlieren kann, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Wir haben uns viel vorgenommen und sehr gut angefangen. Am Ende wurde unsere Dummheit bestraft“, kommentierte TSG-Trainer Gütschow nach der bereits siebenten Saisonpleite. Mit zehn Punkten liegt die TSG-Truppe auf Rang 15 und läuft den eigenen Ansprüchen hinterher.

Damit dürften auch TSG-Trainer Gütschow und seine Arbeit vom TSG-Vorstand zeitnah und wohl auch kritisch unter die Lupe genommen werden. Steht der 52-Jährige schon vorzeitig in Neustrelitz vor dem Aus?

Die Anzeichen verdichten sich, dass es eng wird für Torsten Gütschow, der sein Amt erst am 1. Juli 2014 antrat. Eventuell könnte es auch ganz schnell gehen.

Schon im letzten Heimkick gegen den Berliner AK (1:2) gab es vereinzelte „Gütschow-Raus“-Rufe von den Zuschauern im Neustrelitzer Parkstadion. Diese könnten nun schnell zur Realität werden.

Ordentlich gestartet

Dabei hätten die Neustrelitzer auch in Auerbach nicht mit leeren Händen dastehen müssen: Die Residenzstädter starteten in der Fremde ordentlich in die Partie, hatten mehr Spielanteile und durch Devann Yao (4./18.) und Ingo Wunderlich (12.) sogar Chancen auf die Führung. Aber Pustekuchen, es war wie so oft bei TSG-Spielen. Die Neustrelitzer lassen Chancen aus – der Gegner trifft. So auch diesmal: Die Hausherren von VfB-Coach Andreas Richter wurden vor rund 600 Zuschauern gefährlicher und gingen sieben Minuten vor dem Pausentee sogar in Führung.

Nach der Halbzeit konnten die Neustrelitzer durch Außenverteidiger René Pütt zum 1:1 ausgleichen. Der 24-Jährige verwandelte einen Elfmeter, nachdem Nikola Trkulja im gegnerischen Strafraum gefoult worden war. Nun waren die Residenzstädter erneut am Drücker, doch das Geschehen wiederholte sich: Wie schon in Halbzeit eins wollte das runde Leder nicht in den VfB-Kasten. Schlimmer noch: Die Hausherren gingen durch den eingewechselten Olukorede Aiyegbusi mit 2:1 in Front und brachten das Ergebnis am Ende dann auch noch über die Runden.

Spieler freuen sich auf Heimkick

Nach drei Auswärtsauftritten freuen sich die TSG-Kicker nun darauf, am kommenden Sonnabend endlich wieder vor den heimischen Fans zu spielen. Im Heimauftritt geht es gegen Aufsteiger FSV Budissa Bautzen (Anstoß 13.30 Uhr/Parkstadion). Da müssen im Kampf gegen den Abstieg dringend Punkte her, damit der Abstand zu den rettenden Plätzen nicht zu groß wird. Allerdings: Dieses Unterfangen wird nicht gerade leicht. Der Liga-Neuling hat immerhin schon 16 Punkte auf dem Konto, rangiert auf Platz acht. Vorsicht ist also geboten.

Ob Trainer Torsten Gütschow das Team in der beginnenden Trainingswoche noch auf dieses wichtige Heimspiel vorbereiten wird, ist aktuell wohl die spannendste Frage rund um das Parkstadion. Vielleicht gibt es ja schon heute eine Reaktion von Vereinsseite.

TSG Neustrelitz: Strähle – Schmunck (78. Diouf), Müller (66. Zeugner), Franke, Pütt – Malinowski, Zolinski – Weidlich, Trkulja, Wunderlich – Yao (69. Schied)