Bullenkopf im Stadion:

Makabere Aktion bei Dynamos Pokalsieg

Eine offensichtliche Protestaktion gegen RB Leipzig hat am Rande des DFB-Pokalspiels von Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden gegen den Bundesliga-Aufsteiger für Aufsehen gesorgt.

Während die Spieler sich noch über ihren Sieg freuen, ärgert sich die Geschäftsführung über die Bullenkopf-Aktion.
Thomas Eisenhuth Während die Spieler sich noch über ihren Sieg freuen, ärgert sich die Geschäftsführung über die Bullenkopf-Aktion.

Einem Medienbericht zufolge, wurde ein abgetrennter Bullen-Kopf während der Partie in den Stadioninnenraum geworfen. Unklar ist bisher, wie der Schädel bei dem als Hochsicherheitsspiel eingestuften Duell ins Stadion gebracht werden konnte.

„Diese Aktion war absolut widerlich, damit wurde eine Grenze deutlich überschritten und es wirft ein schlechtes Licht auf diesen besonderen Fußball-Tag, der ansonsten eine großartige Werbung für unsere Stadt und unseren Verein war“, sagte Dresdens Geschäftsführer Michael Born. Man werde nun „ergründen, wie solch ein großer Gegenstand überhaupt ins Stadion kommen konnte“.

Der Dresdner Polizei war bei dem Spiel, das Dynamo gegen den vom Getränkehersteller Red Bull gesponserten Verein mit 5:4 im Elfmeterschießen gewann, nichts aufgefallen. Gegner Leipzig verurteilte die Aktion als „einfach nur geschmacklos“.

Insgesamt war die Partie vor 29 222 Zuschauern friedlich verlaufen. Aber auch auf den Rängen zeigten die Dynamo-Anhänger mit Spruchbändern, was sie von dem von Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz gesponsorten Club halten. „Der Widerstand wächst von Ost nach West, ganz Deutschland hasst die Rote Bullenpest“, „Wir haben die Bullenschweine einfach nur satt“, „Tradition kann man nicht kaufen“ war unter anderem zu lesen.

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