Sechs Mal Edelmetall:

Medaillenflut für deutsche Paralympics-Athleten

Angeführt von den Siegern Michael Teuber, Dorothee Vieth und Hans-Peter Durst fuhren die deutschen Radsportler bei den Wettkämpfen in Rio de Janeiro von Erfolg zu Erfolg.

Hans-Peter Durst holte sich trotz Defekt an seinem Rad die Goldmedaille.
Jens Büttner Hans-Peter Durst holte sich trotz Defekt an seinem Rad die Goldmedaille.

Die Straßen am Strand von Barra waren für die deutschen Radfahrer mit Gold gepflastert. Nach Abonnement-Sieger Michael Teuber und Siegdebütantin Dorothee Vieth raste am Mittwoch in Rio de Janeiro auch Hans-Peter Durst trotz eines Defekts zu seinem ersten Paralympics-Erfolg. Und damit nicht genug: Andrea Eskau und Denise Schindler jeweils als Zweite sowie Vico Merklein als Dritter sorgten am Mittwoch aus deutscher Sicht für den bislang medaillenträchtigsten Tag bei diesen Spielen. "Das ist eine Riesennummer", sagte der Chef der Mission, Karl Quade.

Knapp 20 Kilometer von der Radstrecke entfernt schrieb auch Franziska Liebhardt ihre tolle Geschichte weiter. Nur rund 20 Stunden nach dem Sieg im Kugelstoßen gewann die 34-jährige Leverkusenerin, die an einer Autoimmunerkrankung leidet, zum Abschluss ihrer kurzen Karriere Silber im Weitsprung mit 4,42 Metern. Die Medaillenflut spülte die deutsche Mannschaft mit neunmal Gold, 13-mal Silber und achtmal Bronze auf den siebten Platz der Nationenwertung. Nach 325 von 528 Entscheidungen führte in dem Ranking weiter China vor Großbritannien und der Ukraine.

Die deutschen Rollstuhl-Basketballer haben unterdessen die Medaillenrunde durch eine 66:70 (40:34)-Niederlage im Viertelfinale gegen Spanien verpasst.

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