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Pavel Dotchev nimmt zweite Liga ins Visier

Der 51-Jährige übernimmt das Traineramt des beurlaubten Christian Brand. Dotchev erhielt einen Zweijahresvertrag. Bis zum Saisonende betreut noch Co-Trainer Uwe Ehlers das Team.

Pavel Dotchev wurde am Freitag auf einer Pressekonferenz im Ostseestadion als neuer Trainer des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock vorgestellt. Dotchev hat einen Zweijahresvertrag bis zum30. 06. 2019 unterschrieben. Der 51 Jahre alte Deutsch-Bulgare tritt die Nachfolge des beurlaubten Christian Brand an.
Bernd Wüstneck Pavel Dotchev wurde am 19. Mai auf einer Pressekonferenz im Ostseestadion als neuer Trainer des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock vorgestellt.

Hansa Rostock hat sich mit der Suche nach einem neuen Trainer nicht viel Zeit gelassen. Nur sechs Tage nach der Beurlaubung von Christian Brand präsentierte der Fußball-Drittligist am Freitag mit Pavel Dotchev einen Nachfolger und stattete ihn mit großen Vorschusslorbeeren aus. „Auf mehreren langjährigen Stationen hat er nachhaltige Arbeit geleistet. Dabei gelang ihm auch bereits zweimal der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Damit passt er perfekt in unser Anforderungsprofil”, sagte Sportvorstand René Schneider.

Der 51 Jahre alte Deutsch-Bulgare, der zuletzt bis zum Februar beim Zweitligisten FC Erzgebirge Aue tätig war, hat in Rostock einen bis zum 30. Juni 2019 datierten Vertrag unterschrieben. „Ich weiß, dass die Erwartungen sehr groß sind, aber das motiviert mich noch mehr, hier eine erfolgshungrige Mannschaft mit Siegermentalität zu formen, die jedes Spiel für sich entscheiden will“, sagte der einstige Bundesligaprofi. „Ich möchte keine großen Sprüche klopfen, aber wir haben Ansprüche und möchten erfolgreich sein.“

Die Mentalität vermochte Dotchevs Vorgänger Christian Brand seinen Profis nur phasenweise einzuimpfen, was mit ein Grund für sein Scheitern war. Das Dotchev Mannschaften formen kann, hat der frühere bulgarische Auswahlspieler 2015 im Erzgebirge unter Beweis gestellt. Da waren aus dem Abstiegsteam der 2. Bundesliga nur vier Spieler übrig geblieben.

Dotchev castete, holte rund 20 neue Akteure, gab „mindestens einen guten Mittelfeldplatz im einstelligen Bereich“ als Saisonziel aus und stieg mit der neuen Mannschaft auf Anhieb auf. Ende Februar dieses Jahres bewies der Trainerfuchs Rückgrat und trat nach anhaltender sportlicher Talfahrt zurück anstatt – wie in der Branche üblich – seine Beurlaubung abzuwarten und weiter zu kassieren.