Fußball-Fans:

Schlägereien nach Dresden-Rostock-Spiel bringen Zug zum Stehen

Nach dem Derby Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden kam es in einem Zug zu einer Auseinandersetzung. Zwei Fan-Gruppen gingen aufeinander los und trübten so das eigentliche Bild der Partie.

Fans von Dresden und Hansa gerieten im Zug aneinander, so dass dieser anhalten musste.
Felix Kästle/Symbolfoto Fans von Dresden und Hansa gerieten im Zug aneinander, so dass dieser anhalten musste.

Die Ermittlungen zum Tathergang dauern nach den gewalttätigen Ausschreitungen unter Fußball-Fans von Dynamo Dresden und dem FC Hansa Rostock in einem Regionalzug an. Zu Wochenbeginn würden die Datenträger mit den Bildaufzeichnungen einer Zugüberwachungskamera ausgewertet, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag in Dresden.

Den Angaben zufolge war eine 6-köpfige Gruppe Rostock-Anhänger von 15 Dynamo-Fans attackiert worden. Dabei wurde ein Hansa-Fan verletzt, der jedoch eine ärztliche Behandlung abgelehnt habe. Zwei Dynamo-Anhänger sind tatverdächtig.

Fans bereits vor Spielbeginn festgesetzt

Nach der unentschieden (2:2) ausgegangenen Partie habe sich die Lage im Regionalexpress von Dresden nach Leipzig zugespitzt, so dass dieser laut Bundespolizei nicht weiterfahren konnte. Zuvor habe ein Zeuge telefonisch gemeldet, dass sich dort rund 60 Reisende schlagen würden. Eine Hundertschaft Bundespolizisten, die auf dem Rückweg von ihrem Einsatz war, rückte am Bahnhof Coswig an und habe die Sache "relativ schnell geklärt", hieß es.

Unmittelbar nach dem Spiel hatte die Polizeidirektion Dresden zunächst noch von einem "überwiegend friedlichen und sportbetonten Fußballnachmittag" berichtet. Weil allerdings schon vor der Begegnung Anhänger beider Mannschaften aneinandergeraten seien, habe die Polizei 69 Rostocker Fans für die Dauer des Matches in Gewahrsam genommen. Gegen sie ermittele die Kripo wegen Landfriedensbruchs. Es seien 950 sächsische Polizeibeamte und rund 200 Bundespolizisten im Einsatz gewesen.

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