:

Timo Werner vor 100. Bundesliga-Spiel

Timo Werner jagt den Rekord von Julian Draxler. Für den Hochbegabten soll das aber nur eine Durchgangsstation auf dem Weg vom Knabenturnier ins deutsche Nationalteam sein.

Leipzigs Timo Werner läuft den Gladbachern davon.
Jan Woitas Leipzigs Timo Werner läuft den Gladbachern davon.

Der jüngste Routinier der Bundesliga hat noch immer Lampenfieber. Wenn Leipzigs Timo Werner am Sonntag den Rekord von Julian Draxler knackt und im Alter von 20 Jahren und 203 Tagen bereits sein 100. Spiel im deutschen Fußball-Oberhaus bestreitet, wird er fast so aufgeregt sein wie beim Debüt vor drei Jahren. „Trotzdem habe ich vor jedem Spiel Gänsehaut und bin ein bisschen nervös. Aber ich bin ja erst 20 - daran ändern auch 98, 99 oder 100 Bundesliga-Spiele nichts“, sagt Werner vor dem Gastspiel in Köln.

Mit seinem starken Start in die Saison steht der Neuzugang vom VfB Stuttgart für den Aufschwung des ambitionierten Neulings RB Leipzig. Schnell, konditionsstark und jetzt auch treffsicher - Werner bringt alles mit, was einen erfolgreichen Stürmer ausmacht.

Nimmermüde und kaum zu halten

Zehn Millionen Euro ließen sich die Sachsen vor dieser Saison die Dienste des Offensivwirblers kosten, obwohl das Juwel zuletzt in der Abstiegssaison beim VfB vom Negativsog erfasst wurde und in seinen Leistungen stagnierte. Drei Jahre lang spielte er mit den Stuttgartern um den Klassenverbleib, auch die häufigen Trainerwechsel bremsten das Toptalent in seiner Entwicklung - eine harte Schule.

Leipzig ist für Werner der Neubeginn. Als Sechsjähriger hatte er beim VfB-Nachwuchs begonnen, sich als Hochbegabter schon in älteren Jahrgängen durchgesetzt und im August 2013 seine Premiere in der Bundesliga gegeben. Mit seiner Jugend und seinen Fähigkeiten passte Werner perfekt ins Anforderungsprofil von RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.

Und Werner zahlte das Vertrauen an den ersten vier Spieltagen dieser Saison zurück. Drei Tore hat er schon erzielt, ist nimmermüde und von den Gegenspielern kaum zu halten und hatte so erheblichen Anteil an den bisherigen acht Punkten des Aufsteigers.