Regionalliga:

TSG hat Spitzenreiter im Griff, vergisst nur das Toreschießen

Warum ihn die Niederlage gegen Magdeburg optimistisch stimmt. Außerdem erlebt Torwart Daniel Bittner eine bittere Stunde.

Spitzenpartie – tolle Kulisse: 1908 Zuschauer waren im Parkstadion beim Spiel der TSG gegen Magdeburg dabei.
M. Schütt Spitzenpartie – tolle Kulisse: 1908 Zuschauer waren im Parkstadion beim Spiel der TSG gegen Magdeburg dabei.

Neustrelitz. Vor einem Jahr war dies der meistgesungene Vers im Parkstadion von Neustrelitz. Und auch am Sonntag nach der Partie der TSG gegen Magdeburg erklang jenes „Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey hey“. Diesmal zelebrierten den Song aber die sangesfreudigen Fans des 1. FC Magdeburg, der durch den 1:0-Auswärtserfolg bei der TSG Neustrelitz den Platz an der Regionalliga-Sonne
behielt.

TSG-Coach Andreas Petersen hätte seinen „alten Magdeburger Kumpels“ gerne die Suppe versalzen. Wie an ein Starkstromkabel angeschlossen arbeitete er die 93 Minuten in seiner Coachingzone,  erlebte von dort genug Chancen seiner Mannschaft, das Spiel mindestens noch unentschieden zu gestalten. Als in der 93. Minute allerdings der letzte Torschuss der Neustrelitzer von Devann Yao Zentimeter am Tor vorbeischrammte, rissen zugleich zwei Serien: Bisher konnte Magdeburg noch nie gegen die TSG gewinnen und Trainer Petersen verlor sein erstes Heimspiel in Neustrelitz. „Das ist für mich völlig sekundär. Wir haben hier eine tolle Partie gegen den Tabellenführer gemacht. Ich glaube aus dem Spiel heraus hatte Magdeburg keine Chance. Wir dagegen einige, um die Partie für uns zu entscheiden“, schöpfte Petersen neuen Optimismus aus dieser Niederlage und fügte an: „Man hat keinen Unterschied zwischen beiden Teams gesehen – das ist ein Kompliment für meine Elf.“ Und in der Tat: Während die Magdeburger Fans die Gesangshoheit auf den Rängen hatten, war die TSG die spielbestimmende Elf. Nur, die alte Neustrelitzer Krankheit verhinderte den Erfolg: Aus besten Möglichkeiten machte das Team kein Tor. Einer, der gleich drei „Riesen“ auf dem Schlappen hatte war Kerem Behnke. „Ja da muss ich einen machen. Aber ich glaube, wir haben guten Fußball gezeigt, das sollte uns anspornen.“

Das Goldene Tor des Tages (34.) fiel für die Magdeburger mehr als glücklich. Nachdem Behnke eine große Chance ausgelassen hatte, liefen die Magdeburger einen Konter. TSG-Keeper Daniel Strähle traf Christian Beck unglücklich im Strafraum – Elfmeter. Nico Hammann sagte „Danke“. Dass Strähle überhaupt im TSG-Kasten stand hatte eine tragische Vorgeschichte. Stamm-Keeper Daniel Bittner verdrehte sich in Minute 17 das Knie. Erste Diagnose von TSG-Doc  Michael Schneidt: „Riss der Patellasehne.“ Was für den Keeper das Saison-Aus bedeuten würde.