Fußball-EM:

UEFA-Disziplinarkommission ermittelt nach Vorfällen in Marseille

Jagdszenen im Stadion von Marseille und Ausschreitungen in Nizza überschatten das sportliche Geschehen bei der Europameisterschaft. Die Bilder aus den Spielorten sind verstörend, es gibt viele Verletzte. Jetzt ist die UEFA am Zug.

Am Samstagabend kam es erneut zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen russischen und englischen Fußballfans.
EPA/Peter Powell Am Samstagabend kam es erneut zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen russischen und englischen Fußballfans.

Die Disziplinarkommission der UEFA hat nach den Ausschreitungen beim EM-Spiel zwischen England und Russland Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte die Europäische Fußball-Union am Sonntagmorgen. Nach mehrtägigen Krawallen war es am Vorabend kurz vor Ende der Partie auch im Stade Vélodrome zu Auseinandersetzungen gekommen. Augenscheinlich gingen russische Anhänger auf englische Fans los, die in benachbarten Blöcken saßen, und prügelten wild auf diese ein. Dabei flüchteten die Attackierten sogar über Zäune bis in den Innenraum der Arena. Über genaue Inhalte der Ermittlungen machte die UEFA vorerst keine Angaben.

Deutschland startet am Abend in das Turnier

Während das Sportliche beim 1:1 zwischen England und Russland in den Hintegrund trat, könne sich Fans auch drei Partien am Sonntag freuen. Der Auftakt des Weltmeisters Deutschland steht dabei im Mittelpunkt des dritten Tages bei der Fußball-EM in Frankreich. Am Abend trifft die deutsche Nationalmannschaft in Lille auf die Ukraine (21 Uhr/ARD). Auch für einen der aktuell besten Stürmer der Welt beginnt am Sonntag das Turnier: Robert Lewandowski spielt mit den Polen gegen Nordirland (18 Uhr), das erstmals bei einer EM-Endrunde dabei ist. Die Partie zwischen der Türkei und Kroatien (15 Uhr) weckt Erinnerungen an das hochspannende Viertelfinale bei der EM vor acht Jahren.

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