Freund Dritter beim Neujahrsspringen:

Viel Optimismus trotz der verlorenen Führung

Das Neujahrsspringen war nichts für schwache Nerven. Severin Freund sprang als Dritter erstmals in Garmisch-Partenkirchen auf das Podium, verlor aber seine Tournee-Führung an den siegreichen Slowenen Peter Prevc.

Dritter in Garmisch-Partenkirchen und nun Gesamtzweiter bei Halbzeit der Vierschanzentournee: Der Bayer Severin Freund sah anfangs nicht so zufrieden aus. Doch der 27-Jährige will weiter um den Gesamtsieg kämpfen.
Fredrik von Erichsen Dritter in Garmisch-Partenkirchen und nun Gesamtzweiter bei Halbzeit der Vierschanzentournee: Der Bayer Severin Freund sah anfangs nicht so zufrieden aus. Doch der 27-Jährige will weiter um den Gesamtsieg kämpfen.

Severin Freund hat trotz seines erstmaligen Podestplatzes beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen die Gesamtführung in der Vierschanzentournee verloren. Der Skisprung-Weltmeister landete am Freitag mit 133,5 und 132,5 Metern auf dem dritten Rang. Den Sieg sicherte sich Topfavorit Peter Prevc, der nun mit einem Vorsprung von 8,6 Punkten vor Freund in den dritten Wettbewerb am Sonntag in Innsbruck geht. Der Slowene verwies mit 133,5 und 136 Metern den Norweger Kenneth Gangnes auf Rang zwei.

"Natürlich hätte ich die Führung gerne behalten. Aber mit dem dritten Rang kann ich sehr gut leben. Es war mit Abstand mein bester Wettkampf in Garmisch, ein sehr schönes Ergebnis", sagte Freund. Der 27-Jährige will nun als Jäger weiter Druck auf Prevc ausüben. "Es kommen noch zwei spannende Schanzen. Es kann noch viel passieren."

Richard Freitag sprang mit 130 und 127,5 Metern auf Platz sechs. Andreas Wank wurde mit 126,5 und 126 Metern Elfter. "Das war ein super Ergebnis von Severin und vom gesamten Team", lobte Bundestrainer Werner Schuster.

An Innsbruck hat der 23 Jahre alte Überflieger aus Slowenien, der den Gesamt-Weltcup souverän vor Freund anführt, keine so guten Erinnerungen. "Im Vorjahr ist es dort für mich nicht so gut gelaufen. Ich habe mit der Schanze und mir gekämpft", berichtete Prevc. "Das wird eine große Herausforderung." Ähnlich geht es aber auch Freund. "Den ganz großen Wurf habe ich dort noch nicht gelandet. Ich gehe die Sache ganz neutral an. Die Ausgangslage ist jedenfalls besser als in den Jahren zuvor", sagte er.

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