FC Magdeburg gegen FC Hansa Rostock:

Zwei Schwerverletzte nach Drittligaduell

Es war das gefürchtete Spiel: Hansa Rostock gegen den FC Magdeburg. Mehr als 1000 Beamte, Wasserwerfer und eine Reiterstaffel machten sich auf das Schlimmste gefasst. Dabei blieb es verhältnismäßig ruhig.

Hansas Marco Kofler (M) bejubelt den Treffer zum 2:1 gegen Magdeburgs Torhüter Jan Glinker (l) und Magdeburgs Christopher Handke (r).
Jens Wolf Hansas Marco Kofler (M) bejubelt den Treffer zum 2:1 gegen Magdeburgs Torhüter Jan Glinker (l) und Magdeburgs Christopher Handke (r).

Rund um das Drittliga-Spiel des 1. FC Magdeburg gegen FC Hansa Rostock sind die Krawalle ausgeblieben - es gab jedoch Verletzte. Nach dem Spiel in Magdeburg ging am Samstagnachmittag ein 28-Jähriger auf zwei Rostocker Fans los und verletzte sie schwer, wie die Bundespolizei mitteilte. Als ein 45-Jähriger nach den Schlägen zu Boden ging, habe der Tatverdächtige ihn noch ins Gesicht getreten, teilte die Bundespolizei mit.

Die befürchteten Krawalle gab es nicht. Die Taktik der strikten Fanlager-Trennung sei aufgegangen, sagte Polizeisprecher Frank Küssner nach dem Fußball-Traditionsduell am Samstag. Mehr als 1100 Beamte aus mehreren Bundesländern und von der Bundespolizei waren in einem ganztägigen Großeinsatz in Magdeburg und an der Bahnstrecke im Einsatz.

Kein Vergleich zum Hinspiel in Rostock

Die Beamten registrierten Rangeleien und die Beleidigung eines Bundespolizisten. Zudem zog sich ein Rostocker Fan bei der Anreise am Bahnhof leichte Blessuren zu, als ihm ein unbekannter FCM-Anhänger gewaltsam den Fanschal entriss. Doch es sei kein Vergleich zum Hinspiel in Rostock, sagte Küssner weiter. Dort war es im September während und nach dem Spiel zu Krawallen und Randale gekommen. Die Fanblöcke hatten sich mit Pyrotechnik beworfen und das Spielfeld mit Rauchbomben eingenebelt. Die Partie musste vor dem 1:1-Endstand zweimal unterbrochen werden und stand kurz vor dem Abbruch.

Diesmal blieb es in dem mit mehr als 20 000 Zuschauern besetzten Stadion ruhig. "Die Fans haben bewiesen, dass es auch anders geht", resümierte Polizeisprecher Küssner. Die Magdeburger Gastgeber konnten die Partie 4:1 für sich entscheiden. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) dankte den Fans beider Parteien für ihr besonnenes Verhalten - und auch den eingesetzten Beamten. Die Polizei habe trotz einer nicht immer leichten Vorbereitungsphase einen sehr guten Einsatz geleistet, erklärte er am Sonntag.

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