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Staatsanwalt fordert lange Haftstrafen im Prozess um Busbrand-Serie

Schwerin.Im Schweriner Prozess um die folgenschweren Serie von Busbränden im Kreis Ludwigslust-Parchim hat die Staatsanwaltschaft langjährige Haftstrafen ...

Schwerin.Im Schweriner Prozess um die folgenschweren Serie von Busbränden im Kreis Ludwigslust-Parchim hat die Staatsanwaltschaft langjährige Haftstrafen für die beiden Angeklagten gefordert. Der 40-jährige Juniorchef des am meisten betroffenen Reiseunternehmens soll wegen Brandstiftung und Steuerhinterziehung für zehneinhalb Jahre hinter Gitter. Für einen ehemaligen Firmenmitarbeiter plädierte der Ankläger am Dienstag vor dem Schweriner Landgericht auf eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten. Der 27-Jährige soll im Auftrag des Hauptangeklagten bei einem anderen Busbetrieb Feuer gelegt haben, um für die Ermittler eine falsche Fährte zu legen. Die Verteidiger verlangten Freisprüche in den Brandstiftungsfällen und eine Bewährungsstrafe für den 40-Jährigen wegen Steuerhinterziehung. Die Urteile sollen an diesem Freitag gesprochen werden.
Zwischen Februar 2011 und Januar 2012 waren in der Region Parchim bei insgesamt fünf Bränden 24 Busse in Flammen aufgegangen. Der Schaden wurde mit drei Millionen Euro beziffert.