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300 Flüchtlinge mehr als erwartet

Der Landkreis Uckermark steht vor einer großen Herausforderung. Statt der bisher geplanten 512 Asylbewerber sollen 842 Neuankömmlinge in diesem Jahr in der Uckermark eine neue Bleibe finden. Doch wo? Die Zeit drängt.

In Templin soll die Unterbringung von Flüchtlingen vorgezogen werden. Derzeit ist das Prenzlauer Asylbewerberheim mit 225 Bewohern voll belegt.
Claudia Marsal In Templin soll die Unterbringung von Flüchtlingen vorgezogen werden. Derzeit ist das Prenzlauer Asylbewerberheim mit 225 Bewohern voll belegt.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge muss die Verteilung der Asylsuchenden auf die einzelnen Bundesländer erneut nach oben korrigieren. Das stellt auch den Kreis Uckermark vor enorme Herausforderungen. Denn wie Landrat Dietmar Schulze mitteilte, soll der Kreis statt der bisher geplanten 512 nunmehr 842 Flüchtlinge aufnehmen.

So gerät auch in Templin die bisherige Zeitplanung durcheinander. Wie Bürgermeister Detlef Tabbert informierte, will der Landkreis bereits im August die ersten 50 Personen in der Unterkunft in der Prenzlauer Allee unterbringen. Ursprünglich war von Ende des Jahres die Rede. Erst Ende April waren neue Unterkünfte für 90 Menschen am Asylbewerberheim in Prenzlau eröffnet worden.

Die neue Situation bedeutet, dass in der Uckermark über 300 weitere Plätze für Asylbewerber geschaffen werden müssen. „Wir prüfen jetzt in der gesamten Uckermark noch einmal intensiv alle Möglichkeiten, die wir bisher ins Auge gefasst hatten. Das betrifft Mehrpersonen-Unterkünfte als auch Wohnungen. Dabei werden wir auch weitere Liegenschaften einbeziehen“, informierte Jörg Brämer, Büroleiter des Landrates.