Angriff mit Konsequenzen:

62-Jähriger attackiert Frau mit Pfefferspray

Keine Reue, Beschimpfungen übelster Art – das Gericht kennt kein Pardon. Und brummt dem Mann zusätzliche Sozialstunden.

Sechs Monate Freiheitsstrafe, ausgesetzt zu drei Jahren Bewährung, plus 200 Stunden gemeinnützige Arbeit, das brachte einem 62-Jährigen sein jüngster Ausraster ein. Der mehrfach vorbestrafte Mann musste sich vor dem Gericht in Prenzlau wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, weil er einer Frau mit Pfefferspray attackiert haben soll. Warum er das getan hat, wurde nicht so recht klar.

Selbst im Gerichtssaal nahm er kein Blatt vor dem Mund, was er von Ausländern allgemein und von der Frau, die er als „Polakenweib“ betitelte, hält. Eine Form der Beleidigung, die vom Richter sofort unterbunden wurde.

Das Opfer, als Zeugin befragt, konnte zu dem Geschehen aber etwas ganz anderes mitteilen. „Dieser Mann belästigt mich und meine 80 Jahre alte Mutter schon seit Monaten. Er verfolgt und beleidigt uns. Auch hat er gedroht, uns den Kopf abzuschneiden und in die Mülltonne zu legen. Mit seinem Fahrrad, das er schob, ist er mir über die Füße gefahren“, berichtete die Frau. Er soll sie in Ruhe lassen, habe die Frau gerufen. „Da hat er mir Spray ins Gesicht gesprüht. Alles hat gebrannt und wurde rot. Ich musste den Arzt aufsuchen“, schilderte die Zeugin. Sie erstattete Anzeige. „Doch alles hat nichts geholfen, er beleidigt uns weiter. Irgendetwas stimmt mit dem Mann nicht“, mutmaßte die Frau.

„Ich habe nur Deo-Spray dabei, damit ich dufte“, unterbrach der Angeklagte die Ausführungen der Zeugin. „Die Leute lügen, gehen zur Polizei und ich muss hier antreten“, beschwerte er sich.

„Das Verhalten des Angeklagten ist beleidigend, selbst im Gerichtssaal versucht er es noch mit Beleidigungen und Einschüchterungen“, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Von Reue keine Spur, was zu besagtem Urteil führte.

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