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Ab geht's in die ekligste Badewanne

Eklig sieht es in der "Badewanne" der Figuren vor der Templiner Maria-Magdalenen-Kirche aus. Dort rostet ein erst 2012 eingeweihter Brunnen vor sich hin. Mit den Füßen traut sich keiner ins Wasser. Stattdessen übernehmen Hochdruckreiniger und Besen das zweifelhafte "Planschvergnügen".

Blätter und Unrat hat Reinhard Wodtke vom Templiner Wirtschaftshof in den Brunnenbecken schon zusammengefegt.
Michaela Kumkar Blätter und Unrat hat Reinhard Wodtke vom Templiner Wirtschaftshof in den Brunnenbecken schon zusammengefegt.

Schrubben ist angesagt in den beiden Becken des Brunnens vor der Maria-Magdalenen-Kirche. Reinhard Wodtke vom Templiner Wirtschaftshof wird dort einen Algen- und Moosentferner aufbringen. „Die Lösung ist selbstverständlich biologisch abbaubar“, versichert sein Chef Mario Cziborra. Anschließend wird das Ganze mit einem Hochdruckreiniger abgespült. Dann sollten Becken und Ränder wieder sauber sein. Bis vor Kurzem glichen die nämlich eher einer „Blätter- und Unratsammelstelle“, hatte der Templiner Sven Albrecht zu Recht kritisiert. Jetzt soll sich der Wirtschaftshof im Auftrag der Stadt alle 14 Tage um die Reinigung des Brunnens kümmern. Bislang war das nur je nach Bedarf passiert.

Gute Nachrichten also für die stählerne „Badegesellschaft“: Ihre „Wanne“ müsste künftig sauber bleiben. Das gesamte Ensemble ist seit seiner Einweihung 2012 umstritten. Während die einen gern auf den Bänken am Brunnen vor der Kirche verweilen und auf die sparsam plätschernden Fontänen schauen, stören sich andere nach wie vor an der Anlage mit den vermeintlich „rostigen“ Figuren aus Cortenstahl. Zum Beispiel die Templinerin Andrea Collin, die sich mit der Brunnengestaltung auch anderthalb Jahre nach der Fertigstellung noch nicht wirklich anfreunden konnte. „Die Fontänen auf dem neuen Marktberg in Prenzlau gefallen mir viel besser“, sagt die 29-Jährige.