Geschäft immer schwieriger:

Abschaffung der Gebühren für fliegende Händler gefordert

Was wären die kleinen Dörfer ohne die mobilen Fleischer und Bäcker? Templiner Stadtverordnete wollen sie nicht verprellen, sehen in deren Existenz eine Art Daseinsvorsorge auf dem flachen Land.

Ohne solche Frischemobile sähe es um die Versorgung vor allem der älteren Bürger auf den Dörfern ziemlich trist aus.
Anne-Marie Maaß/Archiv NK Ohne solche Frischemobile sähe es um die Versorgung vor allem der älteren Bürger auf den Dörfern ziemlich trist aus.

Ortsvorsteher der Stadt Templin, die zugleich Stadtverordnete sind, fordern jetzt die Abschaffung der Gebühren von rund 200 Euro pro Jahr für die fliegenden Händler, die die Versorgung in den Ortsteilen mit Waren des täglichen Bedarfes absichern.

Vor allem ältere Menschen, die nicht mehr mobil sind auf diese Einkaufsmöglichkeit angewiesen. Nicht zuletzt erfüllen die fliegenden Händler ganz nebenbei eine soziale Funktion, ermöglichen soziale Kontakte, die sich früher im Dorfkonsum von allein ergaben.

Doch für die fliegenden Händler ist das Geschäft immer schwieriger geworden. Die Wege sind weit, die Zahl der Kaufwilligen gering, die Umsätze ebenso. Da belasten zusätzliche Kosten.  Die Händler beklagen schon die Standgebühren der Stadt Templin, die auf die Ware umgelegt werden müssen. Die Ortsvorteher befürchten, die fliegenden Händler könnten ausbleiben. Das wäre fatal in einer Situation, in der der öffentliche Personennahverkehr immer weiter ausgedünnt wird. Zumal nicht in allen Kommunen in Uckermark und Barnim Händlergebühren erhoben werden.

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