Gedenktafel enthüllt:

Adliger mit sozialer Ader

Das Deutsche Rotes Kreuz wurde 1921 aus der Taufe gehoben. Mit Joachim von Winterfeldt-Menkin gehörte ein Uckermärker damals zu den Mitbegründern. In seiner Heimat wird jetzt an ihn erinnert.

Kaspar von Oppen, Ehrenpräsident des DRK-Landesverbandes Brandenburg, enthüllte mit Carmen Drath und Susanne Müller (von rechts) vom DRK-Kreisverband Uckermark West/Oberbarnim e.V. die Gedenktafel für seinen Großvater Joachim von Winterfeldt-Menkin.
Monika Strehlow Kaspar von Oppen, Ehrenpräsident des DRK-Landesverbandes Brandenburg, enthüllte mit Carmen Drath und Susanne Müller (von rechts) vom DRK-Kreisverband Uckermark West/Oberbarnim e.V. die Gedenktafel für seinen Großvater Joachim von Winterfeldt-Menkin.

Frauen und Männer in DRK-Kleidung kamen am Freitag nach Menkin. Nicht um Hilfe zu leisten, sondern um an Joachim von Winterfeldt-Menkin (1865 bis 1945) zu erinnern. Auf dem Kirchhof des Ortes fand er seine letzte Ruhestätte. Vor 150 Jahren war er im benachbarten Grünberg geboren worden. Der Bundes- und Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes hatte deshalb zu einem Festakt eingeladen.

Dabei wurde eine Tafel enthüllt, die an das Wirken des preußischen Adligen erinnert. So war er nicht nur Landrat in Prenzlau und Landesdirektor Brandenburgs. Er gründete eine Versicherung für Alte, Krankenhäuser und Wanderarbeiterheime. Auf ihn gehen auch 102 Kilometer Eisenbahnlinien durch den Landkreis Prenzlau zurück.

Dr. Rudolf Seiters, Bundespräsident des DRK, erinnerte an die Rolle Winterfeldts zur Gründung eines einheitlichen Roten Kreuzes 1921, das seine Anfänge 1863 in Württemberg nahm. „Wer über Joachim Winterfeldt-Menkin spricht, darf die NS-Zeit nicht aussparen“, erinnerte Seiters an die umstrittene Rolle seines Vorgängers, nachdem die Nationalsozialisten die Macht ergriffen hatten. Diese Zeit im DRK werde weiter aufgearbeitet.

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