Dorfbewohner genervt:

Ärger mit rücksichtslosen Lkw-Fahrern

Auf der schmalen Straße in Knehden sind zurzeit schwere Fahrzeuge unterwegs. Viele Anwohner sind mehr als sauer über Krach und Raserei. Wann wird endlich etwas dagegen unternommen?, wollen sie wissen.

Michaela Kumkar Über Lkw-Fahrer, die in Knehden trotz Baustelle viel zu schnell fahren, ärgern sich die Dorfbewohner.

Zurzeit haben die Knehdener das Gefühl, sie wohnen an einer Autobahn. Zumindest was den Lkw-Verkehr angeht. „Große Fahrzeuge brettern durch den Ort. Es ist laut, auch nachts“, sagt Anne Wachs.  Das sei eine Zumutung. Matthias Noel empfindet das nicht anders. Die Ortsdurchfahrt ist schmal und zurzeit auch noch eine Baustelle, viele Lkw-Fahrer scheine das nicht zu stören. „Sie sind viel zu schnell unterwegs und rücksichtlos obendrein“, schimpft er. Besonders schlimm sei es während der Herbstferien gewesen. Matthias Noel hat kein Verständnis dafür, dass man diesen Transportern gestattet, die Strecke als Umfahrung der Templiner Innenstadt zu nutzen, weil in der Stadt zurzeit gebaut wird. Für die schweren Fahrzeuge ist die offizielle Umleitung über Lychen und Boitzenburg beziehungsweise umgekehrt ausgewiesen. „Das ist den Betrieben wohl zu weit. Aber wir müssen den Krach aushalten und die Gefahr noch dazu“, ärgert sich der Knehdener.

Risse in der Hausfassade

Das Haus von Steffen Dinse, der am Lindenberg 18 in Knehden wohnt, steht ungefähr 2,50 Meter von der Straße entfernt. „Wenn die Lkw durch rauschen, dann wackelt bei uns das Geschirr im Schrank. Außerdem habe ich in meiner Fassade schon die ersten Risse entdeckt“, erzählt er.

Templins Bürgermeister Detlef Tabbert setzt darauf, dass Kontrollen der Polizei manchen Lasterfahrer wieder zugelassene Höchstgeschwindigkeiten in Erinnerung bringen. „Wir haben das mit der Polizei abgesprochen.“ Kontrolliert werden soll nicht nur in Knehden, sondern auch auf dem Radweg nach Metzelthin. Auch dort hatte es Beschwerden gegeben. Radfahrer fühlten sich von landwirtschaftlichen Fahrzeugen bedrängt.