Sorgen im Turm:

Aktivmuseum wünscht sich endlich mehr Beachtung

Im Templiner Wahrzeichen, dem Berliner Turm, fühlt sich seit einem Jahr ein Aktivmuseum heimisch. Das Publikum ist begeistert. Nur an Zuspruch durch die Stadt fehlt es, meint Anne-Kathrin Scheibe.

Anne-Kathrin (links) und ihre Mutti Gisela Scheibe sind ausgebildete Klöppel-Lehrerinnen. Seit die Seniorin vor drei Jahrzehnten in die Uckermark zog, hat sie viele Anhänger für die filigrane Handarbeit finden können.
Monika Strehlow Anne-Kathrin (links) und ihre Mutti Gisela Scheibe sind ausgebildete Klöppel-Lehrerinnen. Seit die Seniorin vor drei Jahrzehnten in die Uckermark zog, hat sie viele Anhänger für die filigrane Handarbeit finden können.

Das Berliner Tor, eines der Wahrzeichen der Stadt Templin, beherbergt seit einem Jahr ein Aktivmuseums, das von der Interessengemeinschaft Altes Handwerk in der Mark Brandenburg i. G. (IGAM) initiiert worden ist. Seine zwölf Mitglieder wollen historisches Handwerk erhalten und vermitteln wollen. Große wie kleine Leute können dort ihr Geschick am Webrahmen, Spinnrad oder Klöppelkissen testen. Ein Angebot, das sehr gern angenommen wird, weiß Anne-Kathrin Scheibe - die inspirierende Seele des Aktivmuseums - vor allem von den Kindern zu berichten. Oft melden sich ganze Gruppen zu Kursen an, in denen sie weben, filzen oder kleine Keramiken formen und bearbeiten lernen.

Initiativen wie Workshops oder Klöppelzirkel ließen das Interesse für das Aktivmuseum wachsen. Gänzlich anders ausgerichtet versteht es sich nicht als Konkurrenz zum Templiner Stadtmuseum. Doch Angebote, für Templin und seine Besucher etwas Gemeinsames zu bewerkstelligen, blieben bisher ungehört, bedauert Anne-Kathrin Scheibe. Noch mehr aber schmerzt es sie, dass der Aufnahmeantrag in die Templiner Werbegemeinschaft vom März noch immer nicht beantwortet wurde. Zudem könnte sie sich vorstellen, dass die Interessengemeinschaft Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt bereichert. Dazu fehlt ihr aber die Gesprächsbereitschaft der Stadt.

Pläne für das neue Jahr

Dessen ungeachtet stehen für das zweite Jahr des Aktivmuseums die Pläne fest. So wird an ein Fest zum Internationalen Museumstag gedacht und im Juni an einen Mittelaltermarkt für Kinder. Beim zweiten Straßenfest der Gewerbetreibenden der Berliner Straße wird ist das Aktivmuseum wieder dabei sein. Und es soll im nächsten Jahr am Berliner Tor einen Adventsmarkt geben.