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Akzisehaus im Dornröschenschlaf

Hübsch anzusehen ist es, aber im Moment nur eine schöne Hülle. Wie geht es weiter mit dem geschichtsträchtigen Fachwerkgebäude?, fragen sich viele Templiner.

Viel zu schade, um weiter leer zu stehen ist das Akzisehaus an der Templiner Stadtmauer.
Birgit Bruck Viel zu schade, um weiter leer zu stehen ist das Akzisehaus an der Templiner Stadtmauer.

„Nanu, ist hier heute gar nicht auf?“, verwundert drückte Gerda Schmidt gleich mehrfach die Türklinke zum Akzisehaus. Seit ein paar Monaten stehen die Räume leer, Kunsthandwerkerin Jennifer Herold - die letzte Nutzerin - ist mit ihrem Geschäft in die Templiner Rühlstraße umgezogen. Auf der Suche nach einer neuen Nutzungsidee und einem neuen Mieter hat sich in diesem Jahr allerdings noch nichts ergeben. Ganz schlecht stehen die Karten dafür aber nicht, so Templins Bürgermeister Detlef Tabbert. Viele Templiner wünschen sich eine öffentliche Nutzung.

Das kleine Fachwerkhäuschen gehört der Stadt und wird von der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft verwaltet. Es zählt zu den geschichtsträchtigen Gebäuden des Stadt Templin. Auf Anordnung Friedrichs II. wurde im Jahr 1768 das Torschreiberhaus am Neuen Tor errichtet. Als die Zollpflicht im 19. Jahrhundert aufgehoben wurde, diente es bis 1990 als Wohnhaus. Von 1992 bis 1994 wurde es unter anderem mit Städtebaufördermitteln von rund einer Viertelmillion D-Mark umfassend saniert. Auch wenn das Gebäude nun schon seit einiger Zeit leer steht, ist es doch nach wie vor Bestandteil von Stadtführungen in Templin.

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