Treckerfreuden:

Alte Liebe rostet nicht – auch nicht die zu Oldtimern

Fast jedes Wochenende schrauben und schweißen Treckerfreunde an ihren Lieblingen und freuen sich Gelegenheiten, bei denen sie die Fahrzeuge präsentieren können.

Hobbystück: Werner Güldner aus Schönermark hat seinen Traktor aus dem Jahr 1951 herausgeputzt.
Felix Lange Hobbystück: Werner Güldner aus Schönermark hat seinen Traktor aus dem Jahr 1951 herausgeputzt.

Motorengeräusche vom Feinsten, der Geruch von Diesel, wie ihn Liebhaber noch von früher kennen, geputzte Karossen und viele, viele Menschen auf der Festwiese an der Klosterruine machten das Bild des 15. Oldtimertreffens perfekt.

Seit 13 Jahren organisiert der passionierte Osttechnik-Sammler Gerhrad Eberwein mit seinem Festkomitee dieses Ereignis, das sich inzwischen zu einem richtigen Familienfest etabliert hat. Rund 300 Aussteller präsentierten vom alten Moped bis zum Lkw ihre Schätze und erfreuten damit rund 3000 Besucher.

Der „Chef“ brachte selbst elf Fahrzeuge mit, darunter einen blauen Traktor mit sechs Zylindern. Das Gefährt vom Typ D4KB aus dem Jahre 1970 ist sein „Lieblingskind“. Mit der rund drei Meter langen, markanten Schnauze ist er sowohl auf dem Acker als auch in der Garage nicht zu übersehen. „Jetzt genießt er sein Altenteil und wird nur noch vorgeführt“, erwähnte sein Besitzer. Er habe einst zum Fuhrpark der LPG Hardenbeck gehört, bevor Eberwein ihn aufpäppelte. An dem Fahrzeug hängt er besonders, weil es so repräsentativ sei und die meiste Arbeit mache.

Der Oldtimerfreund sammelt, schraubt, steckt und schweißt fast jedes Wochenende und stellt sich damit immer wieder einer neuen Herausforderung. Er kauft nicht mehr gewollte Fahrzeuge oft in einem lausigen Zustand oder in Einzelteilen und schafft fast Unmögliches.

Davon machten sich auch Waltraud und Helmar Rat aus Fürstenberg ein Bild. „Wir sind begeistert und kommen jedes Jahr zum Oldtimer- und Treckertreffen nach Boitzenburg“, sagten sie und schwärmten, dass Besucher dort „die Technik noch anfassen können und sich die Preise im Rahmen halten“. „Wir möchten mit unserem Fest viele Menschen ansprechen“, pflichtete Gerhard Eberwein den Fürstenbergern bei.

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