Barrierefrei wohnen In Templin:

Alte und junge Menschen unter einem Dach

Zu Fuß ins nahe Einkaufscenter oder zu den Angehörigen. Für acht Mieter im betagten Alter geht dieser Wunsch in Erfüllung. Sie ziehen in hochmoderne barrierefreie Wohnungen in der Lychener Straße. Dort hallt gleichzeitig Kindergebrüll und Kindergeschrei zum Balkon.

Neben dem barrierefreien Wohnhaus grenzt direkt die Kindertagesstätte Spatzennest an.
Benjamin Vorhölter Neben dem barrierefreien Wohnhaus grenzt direkt die Kindertagesstätte Spatzennest an.

Erika Brand steht an der Brüstung. Sie schaut herüber zur Kindertagesstätte Spatzenest. Dort spielen und toben die Kleinen während die 80-Jährige und sieben weitere Mieter im betagten Alter ihre neuen Wohnungen betreten. Die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) hat das Gebäude an der Lychener Straße in eine Kita und in ein barrierefreies Wohnhaus umgebaut. Alte und junge Menschen unter einem Dach. Ein Konzept, das aufgeht.

"Die Kinder stören mich nicht. Im Gegenteil, es ist völlig in Ordnung, dass sie hier sind", meint Erika Brand. Die Berlinerin zieht nun wegen ihrer Schwester nach Templin, die nebenan im betreuten Wohnheim lebt. "Der Blick vom Balkon ist wunderschön und er liegt auf der Sonnenseite", freut sich die Rentnerin, die eine von elf neuen Wohnungen belegt. "Wir haben elf Parteien, davon sind acht Genossenschaftsmitglieder und drei Wohnräume gehören zur Tagespflege Kempa, die in die erste Etage einzieht. Dorthin kommen die Mieter auch ohne Treppen, und zwar mit einem Außenlift. Die Wohnungen sind 45 bis 83 Quadratmeter groß, energieeffizient gebaut und enthalten eine Fußbodenheizung", berichtet Anke Junker-Füchsel. Das WBG-Vorstandsmitglied findet es toll, wie gut die Mieter im gesetzten Alter mit den Kindern von nebenan harmonieren.