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Altes Haus in neuem Glanz weckt Kindheitserinnungen

Templin.Sigrid Rendtel, die ehemalige Templinerin, die jetzt in Hamburg lebt, gehört zu den eifrigsten Rätselfreunden des Historischen Guckkasten. Dass sie ...

Templin.Sigrid Rendtel, die ehemalige Templinerin, die jetzt in Hamburg lebt, gehört zu den eifrigsten Rätselfreunden des Historischen Guckkasten. Dass sie die Auflösung über die historische Stadtansicht in der Puschkinstraße mit besonderer Spannung verfolgte, hatte seinen guten Grund. „Das ist das Haus meiner Kindheit“, schrieb sie via E-Mail. „Herrlich war es dort, wir wohnten über dem Geschäft. Da in dem Haus mehrere Kinder wohnten, war es in der Puschkinstraße immer spannend“, berichtete Sigrid Rendtel und gab gleich noch eine Kostprobe ihrer schönen Kindheitserinnungen. So sei sie nach der Schule oft schnell über den Marktplatz zu ihrer Mutter gehuscht, die damals beim Eigentümer des Hauses ihrer Kindheit, Walter Löffler, arbeitete. „Sie hatte viele schöne große Bonbondosen, die mich anzogen. Ganz besonders gern naschte ich im Mohntopf“, erzählte sie.
Im Mädchenzimmer auf dem Dachboden des Hauses in der Puschkinstraße 21 habe die Hausgehilfin und Bedienung im Geschäft Mariechen Arendt gewohnt. „Tante Mariechen“, wie sie sie nannten, sei nach ihrer Flucht 1944 von ihrer Mutter aufgenommen worden.
Die Beiträge über das Haus habe sie im Übrigen kopiert und an ihre Schulfreunde
Dr. Ingo Bertz und Karin Oberländer gesandt. „Sie sind Enkelkinder von dem Briefträger Pankow. Frau Bertz hat auch jahrelang am Schalter in der Post gearbeitet“, schrieb Sigrid Rendtel.hsk