Kleiner Knochenkamm gefunden:

Altes Pflaster soll nicht in der Erde verschwinden

Zum Abschluss der archäologischen Grabungen Kirchplatz in Templin gibt es gute Nachrichten – in doppelter Hinsicht.

Das Alter des Knochenkamms muss erst noch bestimmt werden.
Sigrid Werner Das Alter des Knochenkamms muss erst noch bestimmt werden.

Bei Grabungen am Templiner Kirchplatz haben die Mitarbeiter der Firma Wurzel Archäologie und Umwelttechnik GmbH Anne Wien und Holger Schmitt noch einmal einen kleinen, aber feinen Fund gemacht: einen filigranen Knochenkamm. Sie hatten ihn beim vorsichtigen Aushub der Fundamentgrube für die Basaltwand, die künftig die alte Häuserzeile nachzeichnen soll, entdeckt. Das genaue Alter müssten Experten bestimmen.

Die Archäologen freuten sich über dieses kleine Zeugnis vermutlich neuzeitlicher Handwerkskunst und andere kleine „Beigaben“ zur freigelegten mittelalterlicher Mühlenstraße. Und mit ihnen so mancher Passant. „Wir bekommen selten so viel Interesse an den Grabungen zu spüren wie in Templin“, sagte Holger Schmitt. Viele Leute hätten ihren Wunsch geäußert, das Stück mittelalterlicher Mühlenstraße für alle sichtbar zu lassen. Deshalb verkündete Bürgermeister Detlef Tabbert am Donnerstag: „Wir haben uns entschieden, das alte Pflaster nicht wieder in der Erde verschwinden zu lassen und es bei der Neugestaltung in das geplante, dem historischen Straßenverlauf folgende schwarze Basaltband einzupassen.“ Ob unter Glas oder anders, das müsse noch geklärt werden.