Kind in Kita erkrankt:

Amtsärztin gibt Entwarnung in Scharlach-Fall

In einer Kindertagesstätte ist ein Kind an Scharlach erkrankt. Eine besorgte Mutter wollte wissen, was sie nun tun sollte. Wir haben nachgefragt.

Die Erzieher einer Kita in der Uckermark informierten die Eltern über einen Scharlachfall in der Einrichtung.
Ines Markgraf Die Erzieher einer Kita in der Uckermark informierten die Eltern über einen Scharlachfall in der Einrichtung.

Eine Mutter hatte diese Woche ihre Kita pflichtgemäß über die Erkrankung ihres Sprösslings an Scharlach informiert. Daraufhin benachrichtigte die Einrichtung nach dem Infektionsschutzgesetz die anderen Eltern über das Auftreten der Krankheit in der Einrichtung mit einem Hinweis an der Eingangstür und parallel dazu das Gesundheitsamt. Eine besorgte Mutter fürchtete nun, auch ihr Kind könnte sich anstecken und fragte, ob es nicht besser sei, das Kind vorbeugend für einige Tage aus der Einrichtung zu nehmen.

Der Uckermark Kurier bat Amtsärztin, Dr. Michaela Hofmann um Aufklärung. Tatsächlich handele es sich in dieser Kita um einen Einzelfall. Im Falle von Scharlach bestehe weder für Ärzte noch Labore eine Verpflichtung, solch einen Einzelfall zu melden. Deshalb liege im Gesundheitsamt auch keine Übersicht über Fallzahlen im Landkreis vor. Dennoch sei Scharlach eine der häufigsten Kinderinfektionskrankheiten. Nach Beginn einer Antibiotikatherapie erlösche die Ansteckungsfähigkeit in der Regel nach 24 Stunden. Kita oder Schule könnten ab dem dritten Tag nach Beginn der Antibiotikaeinnahme bei Symptomfreiheit die Einrichtung wieder besucht werden, versicherte die Amtsärztin unter Berufung auf Richtlinien des Robert-Koch-Institutes.