Straßenausbau-Beiträge:

Anlieger stinksauer über Kostenexplosion

Die Stadt baut und die Bürger zahlen die Zeche. In der Templiner Heine-Straße hat man die Anlieger jahrelang im Glauben gelassen, die Beiträge für den Straßenneubau vorm Haus halten sich in Grenzen. Jetzt kommt das böse Erwachen.

Helga Harendt gehört zu den Templinern, die vor Weihnachten noch eine böse Überraschung erlebten. Vier Jahre nach dem Neubau ihrer Straße muss sie jetzt mehr zahlen, als der Anliegerin einst avisiert wurde.
Sigrid Werner Helga Harendt gehört zu den Templinern, die vor Weihnachten noch eine böse Überraschung erlebten. Vier Jahre nach dem Neubau ihrer Straße muss sie jetzt mehr zahlen, als der Anliegerin einst avisiert wurde.

Mehr als das Doppelte von dem, was den Anliegern ursprünglich angekündigt worden war, sollen die Grundstückseigentümer  in der Templiner Heine-Straße jetzt  in der zweiten Rate an Straßenbaubeiträgen zahlen. Vor vier Jahren war die Straße vor ihrer Haustür fertig gestellt worden.

Vier Jahre ließ die Stadt die  Bürger in dem Glauben, sie hätten bereits die Hälfte ihrer Straßenbaubeiträge mit einer Vorauszahlung im Jahr 2009 beglichen. Jetzt, kurz vor Weihnachten flatterte die Abschlussrechnung auf ihren Tisch. Und fällt deutlich höher aus, als es von den Anliegern je zu vermuten war.  Die sind stinksauer.

Stadtverordnete forderten öffentlich Aufklärung, wie das passieren konnte. Dass  es schlichtweg nur  vergessen wurde, die Anlieger über die wahren Kosten aufzuklären, mögen die Betroffenen kaum  glauben. Von einem zweiten Bauabschnitt, der erst später abgerechnet werde, sei nie die Rede gewesen. Die Bürger können sich die Kostenexplosion bei einzelnen Positionen wie Gehweg, Begleitgrün oder Straßenbeleuchtung nicht erklären. Die Stadt hat Einzelgespräche mit den Anliegern und Hilfe angeboten. Ratenzahlungen seien möglich.