Rutschpartie verhindert:

Arbeitsteilung bei Ölspuren

Eine verschmierte Fahrbahn gefährdete am Montagabend die Sicherheit der Autofahrer. Trotzdem war von der Feuerwehr nichts zu sehen.

Oft kümmern sich Feuerwehrleute um die Beseitigung von Ölspuren. Tagsüber könnten sie entlastet werden.
Foto: Archiv UKK Oft kümmern sich Feuerwehrleute um die Beseitigung von Ölspuren. Tagsüber könnten sie entlastet werden.

Da mag sich mancher Autofahrer in Templin gewundert haben: Nicht die Feuerwehr, sondern Evelin Schulz und Swetlana Ginter vom Wirtschaftshof der Stadt Templin kümmerten sich am Montagabend um eine Ölspur in der Jahnstraße beziehungsweise Prenzlauer Allee. Sie schütteten Bindemittel auf den ausgelaufenen Kraftstoff, damit kein Autofahrer in gefährliches Rutschen geriet. Hatte dafür etwa die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Templin keine Zeit?

Ute Stahlberg, Sachgebietsleiterin in der Templiner Stadtverwaltung, kann alle beruhigen, die sich Sorgen wegen der Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute machten. „Was da passierte, war der Normalfall. Denn eigentlich ist der Straßenbaulastträger tagsüber für die Beseitigung von Ölspuren zuständig.“ Deshalb habe die Stadtverwaltung auch den Wirtschaftshof damit beauftragt. Dass es oft anders laufe, liege daran, dass die Leitstelle die Feuerwehr alarmiere und nicht die zuständige Behörde, die sich um solche Vorfälle auf ihren Straßen kümmern muss, lässt Ute Stahlberg wissen.

Entlastung für die Feuerwehr

Komme jedoch der Wirtschaftshof zum Einsatz, trage das zur Entlastung der Kameraden der Feuerwehr bei, die ehrenamtlich Dienst tun und vielleicht gerade an anderer Stelle dringend gebraucht werden. „Das macht natürlich Sinn.“ Solche Entlastung wünschen sich auch andere Feuerwehren. Beispielsweise, wenn es um die Beseitigung von Sturmschäden und umgestürzten Bäumen geht. Gerade erst hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann deshalb eine Anfrage an die Landesregierung gestellt.

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