Vorsicht im Verkehr:

Asphalt weicht wegen der Hitze auf

Wenn der Fahrbahnbelag beginnt zu schwimmen, schrillen bei Straßenmeistern die Alarmglocken. Und das nicht nur, weil für Verkehrsteilnehmer Gefahr droht.

Die Röddeliner Straße in Templin begann bei Temperaturen um 30 Grad regelrecht wegzuschwimmen.
Sigrid Werner Die Röddeliner Straße in Templin begann bei Temperaturen um 30 Grad regelrecht wegzuschwimmen.

"Auf mehreren hundert Metern ist die Röddeliner Straße in Templin völlig aufgeweicht, Asphaltstücke und kleine Steine spritzen zur Seite, das ist ganz schön gefährlich", warnte eine Leserin des Uckermark Kurier. Auch beim Bauamt der Stadt und beim Kreisstraßenmeister Detlef Hilsenitz gingen solche Hinweise ein. 

"Wir haben schon am Freitag in aller Frühe reagiert und damit begonnen, in der Röddeliner Straße Split aufzubringen, damit der weiche Asphalt nicht weiterläuft", sagte Hilsenitz. Die Hitze habe dazu geführt, dass die Straße ausschwitze. Die stark poröse Fahrbahn hatte im vergangenen Jahr eine einfache Oberflächenbehandlung mit Split und einer Emulsion erhalten. Das sei ein gängiges Reparaturverfahren, um die Fahrbahndecke für eine Weile zu retten. Die Straße war Anfang der 1990er Jahre gebaut worden.

Dass oberflächenbehandelte Straßen bei solchem Wetter zu schwitzen beginnen, sei nichts Ungewöhnliches. "Wir haben am Freitag gleich noch die Gandenitzer Straße abgesandet", sagte Hilsenitz. "Wir kontrollieren unsere Straßen jetzt verstärkt auf Hitzeschäden, haben bei diesem Wetter extra den Bereitschaftsdienst fürs Wochenende verstärkt, um schnell reagieren zu können", sagte er.