Leidenschaft:

Auch zum Fest Langohren im Kopf

Wer einmal vom Kaninchenfieber gepackt ist, den lässt es nicht mehr los. Ein Klosterwalder, der vor 45 Jahren sein Herz an Großchinchillas verloren hat, ist der beste Beweis dafür.

Baldur Schinschke mit einem seiner Prachtexemplare: Seit über vier Jahrzehnten züchtet er Großchinchillas.
Michaela Kumkar Baldur Schinschke mit einem seiner Prachtexemplare: Seit über vier Jahrzehnten züchtet er Großchinchillas.

Zwischen Baldur Schinschke und seine Kaninchen passt kein Blatt Papier, wie man so schön sagt. Mit Leib und Seele züchtet er Großchinchillas. In Spitzenzeiten kann man in seinem Stall 58 Langohren zählen. Trotz seiner 71 Jahre und der vielen Arbeit, die mit diesem Hobby verbunden ist, kann und will er davon nicht lassen.

Dass die Kosten dafür nicht unerheblich sind, nimmt er in Kauf. Getreide und Impfungen bekommt man nicht umsonst. Außerdem gibt es nicht mehr viel Geld, wenn man ein Kaninchen verkauft. Alles keine Gründe, um sich von seinem Hobby zu verabschieden. Allerdings wird die Zahl derer, die diese Leidenschaft teilen, immer kleiner. Auch der Templiner Rassekaninchenverein klagt über zurückgehende Mitgliederzahlen. Baldur Schinschke bedauert das.