Feuerwehrjubiläen im Doppelpack:

Auf diese Helfer verlassen sich die Lychener

Blaulichter und Sirenen verheißen oft nichts Gutes. Ausnahmen bestätigen die Regel. Einen solchen Sonderfall gab es am Sonnabend in der Flößerstadt. Die Einwohner und ihre Gäste feierten ihre Feuerwehrleute.

Mit einem Festmarsch durch die Flößerstadt zur zünftigen Musik der Schalmeienkapelle Geesow begann das Feuerwehrjubiläum.
Horst Skoupy Mit einem Festmarsch durch die Flößerstadt zur zünftigen Musik der Schalmeienkapelle Geesow begann das Feuerwehrjubiläum.

Feste muss man feiern, wie sie fallen. Die Lychener hatten am Sonnabend allen Grund dazu. Ihre Vorfahren hatten 1906 - nach einem verheerenden Brand - die erste freiwillige Feuerwehr aus der Taufe gehoben. Der 110. Jahrestag dieses denkwürdigen Ereignisses war ihnen Anlass genug, sich und die heutigen Helden der Feuerwehr zu feiern. Und damit die Party doppelt so viel Spaß macht, klinkte sich gleich noch ein weiterer Jubilar ein: Der Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Uckermark e. V. ist dem Teenager-Alter entwachsen und nunmehr 20 Lenze.

Kein Jubiläum ohne Ständchen: Dafür fühlten sich die Lychener Stadtmusikanten, die Mädchen und Jungen der Pannwitz-Grundschule sowie der Kita "Cohrs-Stift" zuständig. Und auch die Gratulanten aus den Feuerwehren Boitzenburg und Templin kamen nicht mit leeren Händen. Während die Boitzenburger den Festgästen einen Blick auf fünf Jahrzehnte Feuerwehrmode gestatteten, heizten die Templiner ihnen mächtig ein. In einer beeindruckten Show demonstrierten sie, wie rasend schnell ein Feuer im Wohnzimmer um sich greift, und was alles passieren muss, bis die Feuerwehrleute die Flammen löschen können.

Mit einem Feuerwehrball für jedermann klangen am Abend die beiden Jubiläen aus.

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