Straßenbau:

Auf Huckelpiste werden nur die größten Löcher geflickt

Seit einem halben Jahr überfordert starker Lkw-Verkehr auf der Landesstraße 15  Anwohner, Autofahrer und die marode Fahrbahn. Während sich für die ersten beiden eine Entspannung ankündigt, gibt es für die Straße keine guten Nachrichten.

Noch immer rollt auf der Landesstraße 15 vor Lychen mehr Verkehr, als die marode Straße verkraften kann. Vor dem Winter wird es höchstens kleine Reparaturen geben.
Birgit Bruck Noch immer rollt auf der Landesstraße 15 vor Lychen mehr Verkehr, als die marode Straße verkraften kann. Vor dem Winter wird es höchstens kleine Reparaturen geben.

Die marode Landesstraße 15 im Abschnitt zwischen dem Abzweig Mahlendorf und Lychen wird auf absehbare Zeit eine Huckelpiste bleiben. Das ist das Fazit einer Antwort von Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) aus dem Potsdamer Landtags. Henryk Wichmann (CDU) hatte sich zuvor nach den Ausbauplänen erkundigt und darauf verwiesen, dass über die Straße, die sich „in einem katastrophalen Zustand“ befinde, derzeit auch der „Stettiner Schwerlastverkehr“ läuft.

Der Minister kündigte lediglich an, eine „kurzfristige Reparatur“ der L 15 in diesem Abschnitt „zu prüfen“. Immerhin räumte er ein, dass „die Landesstraße eine wichtige Verbindungsstraße zwischen der B 96 in Fürstenberg und der B 109 in Prenzlau“ ist. Der weitere Ausbau der Straße, der mit bis zu 4,2 Millionen Euro veranschlagt wird, ist jedoch nach Angaben von Vogelsänger nach dem Auslaufen der EU-Förderung für den Straßenbau „im Haushalt nicht mehr darstellbar“. Erst nach 2015 könne deshalb über einen weiteren Ausbau der L 15 nachgedacht werden.

Jens Mocker von der zuständigen Straßenmeisterei kündigt indes „minimale Reparaturarbeiten“ an, um noch vor dem Winter wenigstens die größten Löcher zu stopfen. In den zurückliegenden sechs Monaten wurde die Straße vor allem von Lastern als „inoffizielle Umleitung“ zur gesperrten Bundesstraße 198 zwischen Neustrelitz und Woldegk genutzt. Die zusätzliche Belastung habe auf der maroden Piste unübersehbare Spuren hinterlassen.

Einen Trost gibt es: Wenn die Arbeiten auf der B 198 in der nächsten Woche wie geplant beendet werden, dürfte sich die Situation für die geplagten Anwohner und Autofahrer in der Uckermark wieder entschärfen. Für die löchrigen Landespisten scheint indes auf absehbare Zeit keine Lösung in Sicht.

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