Zeichen des Protests:

Aufsichtsratschef wirft das Handtuch

Der Templiner SPD-Politiker Christian Hartphiel sieht die Ausstattung der städtischen Marketinggesellschaft kritisch. Deshalb entschloss er sich zu einem Schritt mit Symbolcharakter.

Christian Hartphiel ist von seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der TourismusMarketing Templin GmbH zurückgetreten.
Sigrid Werner Christian Hartphiel ist von seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der TourismusMarketing Templin GmbH zurückgetreten.

Der Templiner Stadtverordnete Christian Hartphiel ist von seiner Funktion des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der TourismusMarkteting Templin GmbH (TMT) zurückgetreten. Der SPD-Fraktionsvorsitzende begründete seine Entscheidung damit, bestimmte Ansichten zu der städtischen Gesellschaft nicht mehr mittragen zu können.

So hatten SPD-Mitglieder mehrfach die mangelnde finanzielle Ausstattung der TMT kritisiert. Die Erwartungshaltung werde immer größer, die mit dem vorhandenen Personal kaum zu erfüllen sei. Schon im laufenden Jahr war die TMT in einen finanziellen Engpass geraten, die Stadt habe aushelfen müssen. Dennoch seien die Zuschüsse für 2016 nicht aufgestockt worden.

„Ich hoffe, mit meinem Rücktritt ein Signal gesendet und auch die anderen Stadtverordneten sensibilisiert zu haben, genauer hinzuschauen“, sagte Hartphiel gegenüber dem Uckermark Kurier. Fünf Jahre hatte er in dem Gremium mitgewirkt, seit einem Jahr stand er ihm vor.