Kurstädter sind in großer Sorge:

Autolärm einfach nur verlagert

Die veränderte Verkehrsregelung am Markt steht bei Templinern in der Kritik. Sie werden sich daran gewöhnen müssen. Denn sie ist erst der Anfang von weiteren Maßnahmen. Die Stadt will und muss das Zentrum von Verkehr befreien.

Bis zur neuen Verkehrsregelung konnten Autos noch von der Ernst-Thälmann-Straße geradeaus über die Kreuzung fahren. Jetzt ist das nicht mehr erlaubt.
Sigrid Werner Bis zur neuen Verkehrsregelung konnten Autos noch von der Ernst-Thälmann-Straße geradeaus über die Kreuzung fahren. Jetzt ist das nicht mehr erlaubt.

Noch immer kann sich die Templiner Kathrin Klan nicht mit der veränderten Verkehrsführung in der Templiner Innenstadt anfreunden. „Welchen Sinn macht es beispielsweise, von der Thälmannstraße aus nicht mehr direkt in die Puschkinstraße zu fahren, stattdessen nur noch nach rechts in die Mühlenstraße abbiegen zu können?“, fragt sie sich. „So bin ich doch noch länger in der Innenstadt mit dem Auto unterwegs. Und die Anwohner in der Martin-Luther-Straße beziehungsweise der Schinkelstraße sind mit Sicherheit alles andere als erfreut über erheblich mehr Verkehr und Lärm vor ihrer Haustür“, sagt die Templinerin.

Mit ihrer Meinung steht sie nicht allein da. Bereits mehrfach hatten Kurstädter diese Regelung kritisiert. Die Stadtverwaltung begründet sie in erster Linie damit, die auf Altstadtpflaster zurückgebaute Puschkinstraße vom Durchgangsverkehr zu entlasten, der Uckermark Kurier berichtete.

„Das ist ein Ziel“, sagt Thekla Seifert, Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung. „Grundsätzlich geht es aber darum, mehr Verkehr aus der Innenstadt herauszubekommen und im speziellen Fall einen Knoten zu entlasten“, erinnert sie. „Denn solche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sind erklärtes städtisches Ziel. Außerdem werden sie von Landes-, Verkehrs- und Kurstadtplanern gefordert.“

Für Templin hänge davon immerhin das Bestehen als Thermalsoleheilbad ab. Thekla Seifert räumt ein, dass die gegenwärtige Regelung erst ein Vorbote ist. Mit dem geplanten Bau der Mühlenstraße, will man das von den Stadtverordneten beschlossene Verkehrskonzept für die Innenstadt umsetzen: Abkürzungen durch die Innenstadt sollen dadurch künftig erschwert werden. Das bedeutet nochmalige Veränderungen, an die sich die Templiner und ihre Gäste gewöhnen müssen, betont die Fachbereichsleiterin.

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