Kurstadt:

Badearzt für Templin scheint gesichert

Ohne Kurarzt keine Kurstadt. Lange sah es so aus, als ob Templin es schwer haben würde, für die demnächst ausscheidende Badeärztin Ersatz zu finden. Doch nun zeichnet sich eine Lösung ab.

Die NaturTherme Templin ist den Templinern ihr Kurhaus. Auch ein Badearzt ist Voraussetzung für den Kurstadtstatus.
Sigrid Werner Die NaturTherme Templin ist den Templinern ihr Kurhaus. Auch ein Badearzt ist Voraussetzung für den Kurstadtstatus.

Noch vor einem Jahr hieß es, dass es für das Thermalsoleheilbad Templin kritisch werden könnte mit einem Nachfolger für die demnächst in den Ruhestand gehende Templiner Badeärztin. Doch jetzt zeichnet sich eine Lösung ab. Für den Fall, dass die derzeitige Badeärztin keinen Nachfolger mit der entsprechenden Qualifikation für einen Kurarzt gewinnen könnte, hat die Stadt eine Ärztin aus der Region an der Hand, die bereit ist, die entsprechende Zusatzausbildung zu absolvieren. Das war auf Nachfrage aus dem Templiner Rathaus zu erfahren. Vorstellbar sei auch, für die vorgeschriebene Sprechstunde Räumlichkeiten in der Therme zur Verfügung zu stellen.

Für die Beibehaltung des Kurstadtstatus ist das Vorhandensein eines Badearztes unabdingbar. Kleinere Kurorte in Brandenburg hatten sich in der Vergangenheit vergeblich um Lockerungen der Regelungen zum Badearzt auf Bundesebene bemüht. Hintergrund war der extreme Rückgang ambulanter Kuren. Deshalb lohnte sich für viele Reha-Ärzte die teure Zusatzqualifikation eines Badearztes in kleinen Kurorten wie Templin, die ohne stationären Kurbetrieb auskommen müssen,  nicht. Offene Badekuren sollen zuletzt auch im Thermalsoleheilbad bislang Einzelfälle geblieben sein. Damit ließen sich nicht mal die Fortbildungsmaßnahmen refinanzieren, hatten die kleinen Kurorte kritisiert.