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Bauabfälle illegal abgefackelt

Offenbar wollte ein Mann in Albertshof Entsorgungskosten sparen. Das hat nun ein teures Nachspiel für ihn.

Bis nach Templin waren die Qualmwolken zu sehen, nachdem jemand in Albrechtshof versucht hatte, Müll zu verbrennen.
Feuerwehr Bis nach Templin waren die Qualmwolken zu sehen, nachdem jemand in Albrechtshof versucht hatte, Müll zu verbrennen.

Dicke Rauchschwaden aus Richtung Lychen ließen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Templin Schlimmes fürchten. Als die zehn Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen in Albertshof ankamen, stellten sie erleichtert fest, dass zum Glück kein Wohnhaus brannte. Vielmehr erwischten sie jemanden, der auf einem Grundstück ein "Feuerchen" entfacht hatte. Darin loderte jedoch nicht nur naturbelassenes Material. "Wir entdeckten auch Plaste, Müll und Bauabfälle", so Einsatzleiter Christian Gand. Alles Dinge, die definitiv nicht verbrannt werden dürfen. Das stark qualmende Feuer wurde gelöscht. "Wir verständigten die Polizei. Schließlich ging es hier um ein Umweltdelikt", erklärte der Einsatzleiter.

Die Stadt Templin hat inzwischen Anzeige beim Landkreis Uckermark erstattet, bestätigt Fachgebietsleiterin Ute Stahlberg. Das Ganze kann nun ein teurer Spaß für den Verursacher des Feuers werden. "Wir werden ihm auf jeden Fall den Feuerwehreinsatz in Rechnung stellen." Weil der Mann außerdem eine Ordnungswidrigkeit begangen hat, müsse er ebenso mit einem Bußgeld rechnen. Verstehen kann Ute Stahlberg nicht, warum Müll auf diese Weise entsorgt wird. "Es gibt heutzutage genügend Möglichkeiten, das legal zu tun. Viele Dinge werden sogar abgeholt, wenn sie vor der Haustür stehen. Man muss vorher nur einen Termin mit dem Entsorger ausmachen."