Bundesweiter Aktionstag:

Bauern decken den Tisch für zu wenig Geld

Manch ein Betrieb denkt ans Aufgeben oder will zumindest die Tierproduktion zurückfahren. Das wäre fatal für die Dörfer in der Region, warnen Landwirte aus der Uckermark.

Manfred Mesecke, Wenke Möllhoff und Jürgen Schirmer freuen sich, wenn immer mehr Verbraucher mit ihrem Einkaufsverhalten den Bauern eine Stütze sind.
Sigrid Werner Manfred Mesecke, Wenke Möllhoff und Jürgen Schirmer freuen sich, wenn immer mehr Verbraucher mit ihrem Einkaufsverhalten den Bauern eine Stütze sind.

"Wir machen dein Frühstück. Aber dein Geld kommt nicht bei uns an" unter diesem Motto fährt der Deutsche Bauernverband heute bundesweit eine große Kampagne für bessere Preise für die Bauern. Die Uckermärker Landwirte verkaufen zwar an diesem Tag keine Würstchen zum Erzeugerpreis, decken keine Osterfrühstückstische. Aber sie stehen hinter der Botschaft dieser Aktion. Sie wollen endlich durch den Lebensmitteleinzelhandel und die Verarbeiter ihrer Produkte angemessener am Erlös der Wertschöpfungskette beteiligt werden. Und sie wünschen sich mehr Solidarität von den Verbrauchern.

Denn die Preise für Milch und Schweinefleisch sind nun schon seit längerer Zeit im Keller. Erholung ist nicht in Sicht. "Immer mehr Betriebe in der Uckermark überlegen, die Milch- und Tierproduktion einzustellen", sagte Bauernverbandsvorsitzender Manfred Mesecke. Und das in einer Region, in denen sich die Tierbestände ohnehin schon stark verringert haben. Die Bauern befürchten den Verlust von Arbeitsplätzen auf den Dörfern. Die Marktmacht der vier großen Lebensmitteleinzelunternehmen verstärke den Preisdruck auf die Erzeugerpreise noch, schätzt der Bauernverband in der Uckermark ein. Weltweit hatte eine sinkende Nachfrage die Lebensmittelpreise fallen lassen.

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