Schule:

Baumängel in der Kritik

Nicht schließende Türen, zu hohe Fenster, fehlende Rollos: An der sanierten Goetheschule in Templin funktioniert knapp ein Jahr nach der Fertigstellung immer noch nicht alles so, wie es sollte. Eltern fragen: Wann wird das geändert?

Ihre Schule ist neu saniert, aber an einigen Ecken gibt es noch immer Mängel.
Birgit Bruck Ihre Schule ist neu saniert, aber an einigen Ecken gibt es noch immer Mängel.

4,2 Millionen Euro hat sich die Stadt die Sanierung der Goetheschule kosten lassen. Seit knapp einem Jahr lernen dort 240 Mädchen und Jungen in einem altehrwürdigen Gebäude, das zu einer modernen Schule umgebaut wurde. Bei aller Begeisterung, ganz zufrieden sind Eltern nicht, deren Kinder dort lernen. Es gibt einige Baumängel. Die mögen auf den ersten Blick vielleicht nicht dramatisch erscheinen, gewöhnen wollen sich die Eltern im Interesse ihrer Kinder daran trotzdem nicht, sagt stellvertretend der Templiner Michael Klette, dessen Tochter die Schule besucht. Er nennt die Schließanlagen an den beiden Eingangstüren und die Fenster in der Caféteria, die nur zu öffnen seien „wenn jemand dafür auf eine Leiter steigt“. Im Zeichenraum müsse dringend ein Waschbecken ausgewechselt werden, in einem Klassenraum funktionieren die Rollos nicht.

Worüber sich die Eltern besonders ärgern: Über all dies weiß die Stadt als Schulträger Bescheid. Es habe auch schon mehrere Gespräche mit Elternvertretern gegeben. „Passiert ist bislang aber nichts. Wir erfuhren nur, dass für einige Dinge Aufträge ausgelöst sind. Zum Teil wurde das aber schon im Februar mitgeteilt. Das dauert einfach zu lange“, meint Michael Klette.

Beim Bauamt der Stadt erfuhr der Uckermark Kurier auf Nachfrage, dass bereits in den Sommerferien einiges verändert wurde. Marko Koch nennt die Klimaanlage im Serverraum und die Verdunklung im Physikraum. Bei der Schließanlage gebe es in der Tat nach wie vor technische Probleme, die aber gemeinsam mit dem Hersteller demnächst gelöst werden sollen. Bei den Fenstern in der Caféteria – der ehemaligen Turnhalle – habe man sich beim Bau bewusst gegen Bowdenzüge entschieden, da sie technisch anfällig sind und großflächige Fenster damit nur schlecht zu schließen sind. Tatsächliche Mängel werden so schnell es geht behoben, kündigt Markus Koch an. Er verweist aber auch auf zeitliche Engpässe bei den Firmen. Sind es jedoch zusätzliche Dinge, die sich im Laufe des Schulbetriebes ergeben haben, werde man weiter im Gespräch bleiben. Fakt sei aber, dass nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann – aus finanziellen Gründen: „Die ursprünglich eingeplanten Mittel für die Schulsanierung sind aufgebraucht“, sagt Markus Koch.

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