Opfer bewusst ausgesucht:

Betrüger lauern vor dem Supermarkt

Der Trick ist einfach: Die Gauner bitten um Kleingeld für den Einkaufswagen, dann greifen sie blitzschnell zu. So wurden in der Uckermark schon mehrere Menschen bestohlen.

Die Masche: Die Gauner fragen nach Wechselgeld für den Einkaufswagen und greifen dann das gesamte Geld aus dem Portemonnaie
Franz-Peter Tschauner Die Masche: Die Gauner fragen nach Wechselgeld für den Einkaufswagen und greifen dann das gesamte Geld aus dem Portemonnaie

Der Senior hatte gerade sein Auto am Supermarkt abgestellt. Auf dem Weg zum Einkaufswagen wurde er von einer Frau mit gebrochenem Deutsch angesprochen. Sie sagte, dass ihr Kleingeld für den Wagen fehle und ob er ihr nicht eine Münze wechseln könnte. Arglos wollte der Mann ihr die Ein-Euro-Münze geben, die er bereits in der Hand hatte. Doch die Frau wollte ein Zwei-Euro-Stück. Also öffnete der Mann seine Brieftasche. Blitzschnell griff sie in die Börse und verschwand mit 165 Euro des Rentners.

„Der Trick ist uns leider wohl bekannt“, so Polizeisprecher Gerald Pillkuhn. Vor allem in Angermünde, Schwedt und Templin hatten die Gauner zuletzt zugeschlagen. Die Opfer erstatteten Anzeige. In Schwedt soll es sich den Beschreibungen der Geschädigten auch um eine korpulentere Frau handeln, die offensichtlich aus Südeuropa stammt.

Die Diebe nutzen eine alltägliche Situation aus, wollen mit Bitten unbedingt erreichen, dass der Angesprochene sein Portemonnaie vor ihnen öffnet. Dabei suchen sich die Gauner laut Polizei häufig ältere Menschen oder Bürger aus, die zum Beispiel eine Behinderung haben. So können sich die Diebe relativ sicher sein, dass sie nicht verfolgt werden.

 

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