Erlenbruch weiterhin verschmutzt:

Biogasabfälle belasten Wald

Seit April vergangenen Jahres erhitzt eine Anlage in Hessenhöhe die Gemüter von Umweltschützern und Anwohnern. Unter anderem Stickstoffe verunreinigten die Umgebung. Der Betrieb, der mittlerweile still steht, musste das ändern. Doch was wurde erreicht?

Die Verunreinigung im benachbarten Erlenbruch soll mit den vom Landkreis Uckermark getroffenen Maßnahmen nun langsam besser werden.
Gernot Schwill Die Verunreinigung im benachbarten Erlenbruch soll mit den vom Landkreis Uckermark getroffenen Maßnahmen nun langsam besser werden.

Bereits im Jahr 2006 wurde in Hessenhöhe eine Biogasanlage genehmigt. Die damalige Betreibergesellschaft  „Agri Capital“ hatte von dort aus eine Dränageleitung in ein sumpfiges Erlenwäldchen (Erlenbruch) in der Nähe geleitet. Durch diesen flossen Abwässer in das benachbarte Biosphärenreservat Schorfheide/Chorin und verunreinigten die nähere Umgebung.

Die Wasserbehörde des Landes Brandenburg entnahm im April des vergangenen Jahres Proben und stellte  der Grünenfraktion im Brandenburger Landtag zufolge eine „signifikante Überschreitung“ der Grenzwerte von Nährstoffen wie Phosphat und Stickstoff fest. Ende Mai 2014 wurden aufgrund der Strafanzeige des Landkreises Uckermark gegen die Betreibergesellschaft der Anlage wegen „des unsachgemäßen Umgangs mit Siliersaft“ staatsanwaltschaftliche Ermittlungen aufgenommen.  

Endgültige Untersuchung steht noch aus

Gleichzeitig wurde ein Anordnungskatalog für Agri Capital erstellt, der unter anderem die Schließung des Abflussrohres und die Beseitigung von Konstruktions- und Ausführungsmängeln im Bereich der Biogasanlage beinhaltet. Maßnahmen, die laut Ehrenfried Hartwig, Leiter des Landwirtschaft- und Umweltamtes beim Landkreis Uckermark, mit dem Rückbau der Dränageleitung abgeschlossen wurden.

Zumindest Anfang Februar war die Belastung, wie sich Vertreter der Grünenfraktion und des Biosphärenreservates bei einem Vor-Ort-Termin überzeugten, noch deutlich zu erkennen. „In welchem Umfang das Wasser, das nunmehr dem Bruch aus dem Bereich der ehemaligen Dränageleitung zufließt, belastet ist, werden die Analyseergebnisse zeigen, die bislang allerdings noch nicht vorliegen“, betont Hartwich. „Sichtbar waren bei der Probenentnahme vor Ort allerdings deutliche organoleptische, also mit Sinneseindrücken empfundene, Verbesserungen im Wasserzufluss.“

 

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