Projekt nun offiziell abgesagt:

Bürger sagen Nein zu Solarfeld

Beim Bau des Solarparkes Groß Dölln war der Investor noch auf große Unterstützung der Stadt Templin gestoßen. Doch bei einem neu angedachten Vorhaben erlebte die Firma eine Überraschung.

Ein Solarfeld nah am Ort, das fanden Hammelspringer offensichtlich nicht so prickelnd.
T. Lemke Ein Solarfeld nah am Ort, das fanden Hammelspringer offensichtlich nicht so prickelnd.

Für ihre neue Idee, an einem Bahngleis bei Hammelspring ein Solarfeld in deutlich kleinerem Maßstab zu errichten, erntete die Firma Belectric schon bei einer ersten Vorstellung ihres Vorhabens Kritik. Der Ortsbeirat erinnerte daran, dass Nordbrandenburg bereits ein Netzengpassgebiet sei. Die Bürger befürchten bei weiteren Investitionen in erneuerbare Energieerzeugung mit noch höheren Netzkosten belastet zu werden. Nordbrandenburg gilt bereits deutschlandweit als Spitzenreiter. Nach solchen Diskussionen nahm die Solarfirma Abstand von dem Projekt in dem Templiner Ortsteil Hammelspring.

Die Vorlage für einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan "Photovoltaik Hammelspring" wurde daher bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses zurückgezogen. Beim Bau eines der größten Solarparks in Deutschland, auf dem ehemaligen Flugplatz Groß Dölln, waren die Templiner noch Feuer und Flamme. Das Unternehmen Belectric konnte auf große Unterstützung setzen, nicht zuletzt, weil die Firma den Uckermärkern mit ihrer Investition und den Ausgleichsmaßnahmen half, eine große Altlast, eine Konversionsfläche zu beräumen.