Provinzposse:

Bürokratie um Spiegel nervt

In Boitzenburg und Klaushagen wollen Einwohner und Gemeindevertreter zwei schlecht einsehbare Straßenkreuzungen sicherer gestalten. Seit Monaten warten sie auf eine Antwort vom Landesbetrieb. Und nicht nur sie.

Karin Boeck hatte kurz vor der Landtagswahl den CDU-Politiker Henryk Wichmann um Hilfe gebeten, um an der Boitzenburger Gutshof-Kreuzung wieder einen Spiegel zu bekommen.
Sigrid Werner/Archiv Karin Boeck hatte kurz vor der Landtagswahl den CDU-Politiker Henryk Wichmann um Hilfe gebeten, um an der Boitzenburger Gutshof-Kreuzung wieder einen Spiegel zu bekommen.

In Boitzenburg wünschen sich Bürger den bewährten Verkehrsspiegel an einer unübersichtlichen Kreuzung zurück. Doch die Straße, an der der Spiegel angebracht werden müsste, gehört nicht der Gemeinde. Zuständig ist ein Landesbetrieb. Doch dort rührte sich über Monate nichts.

Seit August 2014 wollte der CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann die Sache für die Bürger und die Gemeinde richten. Nun musste auch er erfahren, was es heißt, die Müh(l)en der Bürokratie zu durchlaufen. Bald sind sechs Monate um. Einen Spiegel haben die Boitzenburger immer noch nicht bekommen. Dabei sind Einwohner der Gemeinde bereit, für den Verkehrsspiegel in den eigenen Geldbeutel zu greifen.

Ähnlich ergeht es den Dorfbewohnern von Klaushagen, das ebenfalls zur Gemeinde Boitzenburger Land gehört. Über viele Jahre hinweg stand dort an der Kreuzung nach Lichtenhain ein solcher Verkehrsspiegel. Vor zehn Jahren verschwand er plötzlich. Monatelang hatten auch sie für die schlecht einsehbare Kreuzung einen neuen Spiegel gefordert. Jetzt wurde dieser zwar installiert, ist jedoch viel zu klein.

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