Unverständnis in Gandenitz:

Busgesellschaft lässt Eltern und Schüler abblitzen

War es das? Für die Gandenitzer Grundschüler soll es auch künftig keine direkte Busverbindung zur Goethe-Schule in Templin geben.

Wenn schon Umsteigen an der Bushaltestelle in der Lychener Straße, dann mit Hilfe für die Grundschüler: Michael Fischer (links) vom Templin-Service wird einen Monat lang dort nach dem Rechten sehen.
Michaela Kumkar Wenn schon Umsteigen an der Bushaltestelle in der Lychener Straße, dann mit Hilfe für die Grundschüler: Michael Fischer (links) vom Templin-Service wird einen Monat lang dort nach dem Rechten sehen.

Vor knapp drei Wochen hatten Eltern nach einem Gespräch mit Nobert Drauschke von der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) noch gehofft, dass das Unternehmen einlenkt, damit die Kinder nicht mehr morgens um 7.02 Uhr in der Lychener Straße in Templin umsteigen müssen. An der Haltestelle passiert dann ein fliegender Wechsel. Die größeren Schüler, die in die Südstadt wollen, steigen in den Bus ein, der aus Gandenitz kommt. Für die UVG ist die Sache ganz einfach: Die Bustasche, an der die Schüler umsteigen ist neu, die Kinder müssen nicht über die Straße laufen. Es besteht also keine Gefahr, argumentiert Geschäftsführer Lars Böhme. "Aus wirtschaftlichen Gründen sind wir nicht in der Lage, jeden Schüler der Uckermark bis direkt an die jeweilige Schule zu fahren." Dafür haben die betroffenen Eltern in Gandenitz kein Verständnis. Dass offensichtlich auf Kosten ihrer Kinder gespart wird, bringt nicht nur Matthias Kraft auf die Palme. "Dieses Umsteigen bedeutet besonders für die fünf Erstklässler aus unserem Dorf Stress, der nicht sein muss", findet er. Die UVG-Absage bestärkt ihn nur in seiner Meinung: "Da ist doch gar nicht erst ein ernsthafter Gedanke verschwendet worden, um etwas an dieser Situation zu ändern." Außerdem vermisst der Gandenitzer konkrete Zahlen in der Begründung der UVG, wie viel durch diese Regelung eigentlich eingespart wird.

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