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Chaos auf 48 Quadratmetern

Das Lychener Ehepaar Alfred und Velina Lexow ist geschockt und ratlos: Der Mieter ihrer Wohnung hat bei seinem Auszug ein Schlachtfeld hinterlassen.

So hinterließ der Mieter von Familie Lexow seine Wohnung.
privat So hinterließ der Mieter von Familie Lexow seine Wohnung.

Müll und Dreck bis in den letzten Winkel, kaputte Fliesen, mit Gips verschmierte Steckdosen, aus denen blanke Drähte ragen, zerstörte Türen. Badewanne, Waschbecken und Toilette verdreckt und unbenutzbar. Alfred und Velina Lexow stehen fassungslos in ihrer Dachgeschosswohnung in der Lychener Paul-Kluth-Straße. Oder besser: In dem, was ihr Mieter auf den 48 Quadratmetern hinterlassen hat. Der Mittdreißiger, der sich selbst als Künstler bezeichnet, und dessen Miete das Grundsicherungsamt bezahlte, bewohnte die zwei Zimmer, Küche und Bad mit zwei Schäferhunden. Um deren Hinterlassenschaften sich jetzt Familie Lexow auch noch kümmern musste. In der Vergangenheit habe es ständig Streit gegeben, bevor der Mann schließlich zum Auszug gezwungen wurde. „Er hatte uns kurz zuvor noch angedroht, dass er die Wohnung so hinterlassen würde, dass wir sie niemals mehr vermieten könnten“, erinnert sich Familie Lexow. Er hat es wahr gemacht. Den Vermietern bleibt nur, den Dreck auf eigene Kosten zu beseitigen. Auf dem Schaden werden sie sitzen bleiben, Klagen habe keinen Zweck, da vom Verursacher nichts zu holen sei. Und vermieten wollen sie diese Wohnung tatsächlich nicht mehr, zu viele Nerven und Kraft habe alles schon gekostet.