Fällaktion mit Wehmut:

Colorado-Tanne schaut auf den Markt herab

Als vor zwölf Jahren der schwere Sturm über die Kurstadt brauste, sah die stattliche Colorado-Tanne neben sich die Blaufichte einknicken. Jetzt muss selbst daran glauben.

Die Tanne schwebt über dem Templiner Markt.
Sigrid Werner Die Tanne schwebt über dem Templiner Markt.

„Es ist wie im Leben. Es fällt einer nach dem anderen“, sagt Anneliese Richter aus der Friederike-Krüger-Straße mit ein bisschen Wehmut in der Stimme. Marianne Ballhorn spendete den diesjährigen Weihnachtsbaum für den historischen Marktplatz von Templin.

Sie selbst kann den Moment nicht miterleben, wie ihr Baum vor der Haustür, der sie Jahrzehnte begleitete, von den Mitarbeitern des Templiner Wirtschaftshofes vorsichtig vom Stamm genommen wird. Eine Colorado-Tanne, die in ihrer Biegsamkeit auch den großen Sturm vor zwölf Jahren überdauerte. Ihre Blaufichte gleich nebenan knickte damals ein.

Doch die Colorado-Tanne überdauerte die Stürme der Zeit bis zur jetzigen Fällaktion. Selbst diese überstand sie, ohne Äste und Zweige zu verlieren.  „Nicht jeder Baum eignet sich als Tannenbaum für den Marktplatz“, bestätigt Stadtgärtnerin Svetlana Ginter. Er sollte nicht nur groß und stattlich sein, sondern auch biegsam und standfest, um stürmischem Wind und enormer Schneelast zu trotzen.

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