Künstliche DNA:

Damit Diebe gar nicht erst zugreifen

Wer sein Eigentum vor Ganoven schützen will, der ist gut beraten, es mit künstlicher DNA zu versuchen.zei.

Das schreckt ab, sagt die Polizei: Ganoven, hier einbrechen wollen, müssen damit rechnen, dass man ihnen schnell auf die Schliche kommt.
Michaela Kumkar Das schreckt ab, sagt die Polizei: Ganoven, hier einbrechen wollen, müssen damit rechnen, dass man ihnen schnell auf die Schliche kommt.

„Unsere Wertsachen sind markiert!“ Nicht zu übersehen ist ein Schild mit dieser Aufschrift am Eingang des Wirtschaftshofes der Stadt Templin. Das hat Diebe zwar nicht daran gehindert, in den kommunalen Betrieb einzubrechen. Doch teure Geräte, die mit künstlicher DNA als Schutz gegen Langfinger gekennzeichnet waren, haben sie zum Glück stehen gelassen. Offenbar fürchteten die Einbrecher, dass man ihnen auf die Schliche kommen könnte, wenn sie versuchen würden, die Beute zu verkaufen. Dieses Beispiel sei kein Einzelfall, sagt Harald Löschke, Erster Polizeikommissar. Er ist verantwortlich für die Einführung der künstlichen DNA zum Eigentumsschutz in der Polizeidirektion Ost.

„Täter abzuschrecken, das wollen wir mit dieser Aktion in erster Linie erreichen. Je mehr Unternehmen, aber auch Privatleute ihren Besitz mit künstlicher DNA kennzeichnen, desto besser kann die Polizei Diebesgut identifizieren, dem Eigentümer zurückgeben und Täter überführen.“ Wenn es gut läuft, dann sogar noch bevor derjenige überhaupt gemerkt hat, dass er bestohlen wurde. Die durchsichtige Markierungsflüssigkeit kann ganz einfach auf Gegenstände, Fahrzeuge und an Immobilien aufgebracht und nach dem Trocknen mit UV-Licht sichtbar gemacht werden. „Wichtig ist jedoch, dass sich die Anwender in der Datenbank des Herstellers registrieren lassen. Nur dann kann die Polizei die Codierung auslesen und über die Datenbank den Besitzer ermitteln“, sagt Harald Löschke.

Privatpersonen, die ihre Wertsachen durch die künstliche DNA vor Diebstahl sichern wollen, können das Zubehör übers Internet bestellen. „Oder sie wenden sich an die Ordnungsämter ihrer Städte“, sagt Harald Löschke. Informationen zu dem Thema gibt es bei der Präventionsabteilung der Polizeiinspektion Uckermark beziehungsweise bei Harald Löschke.

Kontakt: 03987 431088

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