Umstrittene Hinterlassenschaft:

Das Finale naht: Bettenhaus soll im Winter verschwinden

Nach monatelanger Debatte und erfolglosem Bürgerentscheid sind die Tage des leerstehenden Ferienheims "Salvador Allende" gezählt. Demnächst sollen hier die Abrissbagger rollen.

Jetzt geht es um die Zukunft des attraktiven Areals - die Tage der umstrittenen Bettenhausruine sind gezählt.
Birgit Bruck Jetzt geht es um die Zukunft des attraktiven Areals - die Tage der umstrittenen Bettenhausruine sind gezählt.

Das seit Jahren leerstehende und entkernte Bettenhaus des ehemaligen FDGB-Ferienheims "Salvador Allende" soll bis März abgerissen sein. "Wir haben von den Stadtverordneten des Auftrag dazu und werden jetzt handeln", kündigte Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke) an. Da die Verwaltung auf günstigere Preise in den Wintermonaten hofft, soll der Auftrag noch im Oktober ausgeschrieben werden. Die Stadt hat für den Abriss 160 000 Euro in den Haushalt 2013 eingestellt.

Im kommenden Frühjahr soll die Entscheidung über die weitere Nutzung des attraktiven Areals am Templiner Kanal fallen. "Wir wollen die sich bietenden Möglichkeiten mit den Bürgern öffentlich diskutieren", kündigt der Verwaltungschef an. Er teilt gleichzeitig mit, dass das kommunale Wohnungsunternehmen WOBA an der Stelle des Bettenhauses Häuser mit altersgerechten Wohnungen bauen würde. Dieser Wunsch war im Zusammenhang von vielen Bürgern geäußert worden. Abriss-Kritiker hatten angeregt, den Baukörper stehen zu lassen und umzubauen - zum Beispiel barrierefreie Wohnungen zu errichten.

Gegen einen Abrissbeschluss der Stadtverordneten im vergangenen Dezember hatte es ein Bürgerbegehren und schließlich einen Bürgerentscheid gegeben. Da dieser nicht die erforderliche Stimmenzahl erreichte, hatten die Stadtverordneten vor wenigen Tagen ihren ursprünglichen Beschluss noch einmal bestätigt. Um die Zukunft dieses Standortes geht es auch am 16. Oktober in einer öffentlichen Runde, zu der alle Interessenten eingeladen sind. Treff ist um 15 Uhr im Bürgergarten.

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